HYGIENE
Vorbereitung und Durchführung von Entnahmen von Wasserproben
zur Untersuchung auf Legionellen


 
bild Empfehlung Nr. 22, Hygieneordner, Juni 2003 des Arbeitskreises für Krankenhaushygiene der Magistratsabteilung 15 (Gesundheitswesen) der Stadt Wien in Zusammenarbeit mit dem Klinischen Institut für Hygiene und medizinische Mikrobiologie der Universität Wien.
Legionellen sind natürlich vorkommende Wasser- und Bodenbakterien, die in sehr geringen Konzentrationen auch im Trinkwasser vorhanden sind. In ungünstig konzipierten Warmwasserversorgungsanlagen und schlecht isolierten Kaltwassersystemen von Gebäuden, in schlecht gewarteten Armaturen, in Beckenbädern, Whirlpools und Kühltürmen können sich diese Bakterien bei entsprechenden Temperaturverhältnissen und stagnierendem Wasser vor allem in Biofilmen vermehren. Verzweigte Wassersysteme von großen Gebäuden wie Krankenhäusern, Altersheimen, Pflegeheimen, Hotels sowie von Bädern sind besonders anfällig. In Bereichen, in denen resistenzgeminderte Personen Aerosolen aus legionellenhältigen Wassersystemen ausgesetzt sind, ist die Gefahr einer Infektion durch Legionellen besonders hoch. Zumindest in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Bädern sind daher routinemäßige Kontrollen der Wassersysteme auf Legionellen erforderlich.

Details dazu im Hygiene Monitor 10/2003
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