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Jedes Jahr am 7. April wird weltweit der Weltgesundheitstag begangen. Der Weltgesundheitstag 2003 ist dem Thema „Gesunde Umwelt für Kinder“ gewidmet und ist Teil der laufenden Initiative „Healthy Environments for Children“ (HEC). |
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Chagas-Krankheit(in Amerika von Texas bis Patagonien verbreitet, durch Trypanosoma cruzi verursacht) |
Der Weltgesundheitstag als Teil der Initiative „Healthy Environments for Children“ (HEC)
Jedes Jahr am 7. April wird weltweit der Weltgesundheitstag begangen. Der Weltgesundheitstag 2003 ist dem Thema „Gesunde Umwelt für Kinder“ gewidmet und ist Teil der laufenden Initiative „Healthy Environments for Children“ (HEC), die von WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland anlässlich des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im September 2002 gestartet wurde.
Über 5 Millionen Kinder bis 14 Jahre, hauptsächlich in den Entwicklungsländern, sterben jedes Jahr an Krankheiten, die durch ihre unmittelbare Umwelt – in der sie leben, spielen und lernen –, verursacht werden. Dazu gehören Diarrhoe, Malaria und andere „vektor“-übertragene Erkrankungen, akute Atemwegsinfektionen und unbeabsichtigte Verletzungen (Unfälle). Diese Todesfälle könnten vermieden werden.
Im Rahmen der HEC-Initiative ist die WHO bemüht, bereits entwickelte Strategien gegen die Bedrohungen der Kindergesundheit weltweit umzusetzen. Abgestimmt auf regionale Gegebenheiten und Bedürfnisse sollen lokale Projekte in partnerschaftlicher Kooperation mit der WHO beitragen, gesunde Lebensbedingungen für Kinder zu gestalten. Nicht nur die vornehmlich den Entwicklungsländern zugeschriebenen Krankheiten wie Malaria, Cholera, Denguefieber und Schistosomiasis bedrohen Kinder, sondern auch andauernde Armut, Konflikte, Katastrophen und soziale Ungleichheit, die den Zugang zu Bildung und Gesundheit erschweren bzw. unmöglich machen. Von diesen Faktoren – abgesehen von den genannten Infektionskrankheiten – sind auch Kinder in den hochentwickelten, reichsten Ländern betroffen.
Kinder sind besonders verletzlich für Bedrohungen ihrer Gesundheit:
- Auf Grund ihres Wachstums nehmen Kinder in Relation zu ihrem Körpergewicht mehr Wasser, Nahrung und Luft auf als Erwachsene.
- Ihr Immunsystem, Verdauungssystem, die reproduktiven Organe und das zentrale Nervensystem sind noch nicht ausgereift und daher besonders anfällig für Schädigungen.
- Kinder verbringen mehr Zeit näher dem Boden, wo Staub und Chemikalien kumuliert vorhanden sind.
Erschwerend zu diesen Faktoren hinzu kommt die Tatsache ihres (Noch-)Nichtwissens über die lauernden Gefahren. Auch können Kinder bereits vor der Geburt schädigenden Einflüssen ausgesetzt sein, wie z.B. der Nikotin- oder anderer Substanzabhängigkeit der Mutter. Schädigungen in frühen Lebensphasen können zu irreversiblen Behinderungen führen.
Prioritäten und Lösungen zur Schaffung von gesunden Umweltbedingungen
Die WHO empfiehlt Maßnahmen in folgenden sechs Bereichen:
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Trinkwassersicherheit: Diarrhoe ist die zweithäufigste Todesursache von Kindern auf der ganzen Welt. Es sind daher stärkere Bemühungen um sichere Quellen der Wasserversorgung sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich zu setzen. Dazu gehört auch der Schutz der Trinkwasserressourcen vor gesundheitsschädlicher Verunreinigung, gezielte Überprüfung von Trinkwasser in betroffenen Regionen auf Kontamination mit gefährlichen Chemikalien wie Blei, Fluor und Arsen, Hygieneschulung von Kindern und Erwachsenen in Bezug auf Handhabung und sicherer Lagerung von Trinkwasser.
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Hygiene und sanitäre Einrichtungen: Weltweit haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu gesicherten sanitären Einrichtungen. In den letzten zehn Jahren hat es zwar eine leichte Verbesserung dieser Situation gegeben, aber die Errichtung geeigneter Sanitäranlagen und die Vermittlung von Händehygiene haben weiterhin hohe Priorität in weiten Regionen der Welt.
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Luftverschmutzung: Luftverschmutzung ist ein ernsthafter Risikofaktor für akute und chronische Erkrankungen der Atemwege. Weltweit sterben jährlich 2 Millionen Kinder unter fünf Jahre an akuten respiratorischen Infekten. Viele davon werden durch andere Umweltbelastungen verschlimmert. Ungesunde Raumluft, verursacht durch mangelhafte Lüftung, Chemikalien in Furnieren und Baumaterialien, sowie biologische Ursachen wie beispielsweise Schimmel setzen Kinderlungen dabei oft mehr zu als die Luftverschmutzung außer Haus, z.B. Abgase und Kohlenstaub. Wirksame Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Kinderlungen und zur Vorbeugung von Entwicklungsverzögerungen sind laut WHO regelmäßige ausreichende Raumlüftung, Schutz der Kinder vor Passivrauchen, Gebrauch unverbleiten Benzins und Verwirklichung von Umsetzungsplänen für saubere Luft.
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Maßnahmen gegen Krankheitsüberträger wie Mücken und Parasiten, sogenannte „Vektoren“: speziell präparierte Moskitonetze, gezielte Maßnahmen gegen Mückenbrutstätten und weitere Maßnahmen zur Vorbeugung der so genannten vector-borne diseases wie Malaria, Schistosomiasis, Japanische Enzephailitis, Leishmaniasis und Dengue-Fieber.
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Chemische Gefahren: Sichere Lagerung, Verpackung und Auszeichnung von Reinigungsmitteln, Lösemitteln, Pestiziden und anderen gebräuchlichen Chemikalien in Haus und Schule: der natürliche Forscherdrang von Kindern kann oftmals lebensbedrohend sein. Chronische Schadstoffexposition (z.B. Quecksilber) in den Phasen der erhöhten Aufnahmebereitschaft wie Kindheit und Adoleszenz kann neurotoxische Effekte, Entwicklungsverzögerungen und Lernbehinderungen verursachen. Die WHO fordert daher vermehrte Bewusstseinsbildung in Form von Förderung des sicheren Umgangs mit Chemikalien in schulischen Projekten, bei der Gesetzgebung sowie der Vermeidung von schädlichen Baustoffen bei Wohnhäusern, Schulen und Spielplätzen.
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Unbeabsichtigte Verletzungen (Unfälle): darunter fallen Verkehrsunfälle, Vergiftungen, Stürze, Verbrennungen und Tod durch Ertrinken. Nahezu 20 % aller Todesfälle bei Kindern unter 15 Jahren sind auf Unfälle zurückzuführen und damit die Haupttodesursache in dieser Altersgruppe. Nach den Empfehlungen der WHO soll die Unfallverhütung forciert werden, sei es durch Präventionskampagnen und öffentliche Bewusstseinsbildung oder durch gezielte Schutzmaßnahmen wie Sturzhelme, kindersichere Schutzkappen auf Behältern mit gefährlichen Flüssigkeiten, Koordination von Notfallsystemen und schließlich durch verstärkte Durchsetzung bestehender Gesetze.
Mit dem Slogan „Shape the Future of Life“ wird die Botschaft vermittelt, dass die Zukunft von der Gesundheit der Kinder von heute abhängt.