Ljunganvirus verursacht bei Tieren Diabetes

 

Schwedische Forscher hatten vor einiger Zeit einen Zusammenhang zwischen neuen Diabetesfällen beim Menschen und der Anzahl von wilden Mühlmäusen, die oft das Ljunganvirus in sich tragen, bewiesen. Neue Forschungsarbeiten zeigen nun, dass Tiere, die mit dem Virus infiziert sind, Diabetes entwickeln.

Das Ljunganvirus beeinflusst Insulin produzierende Zellen von Labormäusen, die daraufhin Diabetes entwickeln – so das Ergebnis der neuen Studie des schwedischen Forschungsunternehmens Apodemus, die in der kommenden Ausgabe des Journals „Diabetologia“ veröffentlicht wird. Dabei haben das Alter der Wühlmaus, die Zeit der Infektion mit dem Virus und auch der Stresslevel in der Umgebung großen Einfluss. Je früher eine Wühlmaus sich infiziert und je mehr Stress das Tier aushalten muss, desto größer ist das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Forschungsdirektor Bo Niklasson sagt, dass nun mithilfe der neuen Ergebnisse verschiedene Behandlungsmethoden, die auf das Ljunganvirus abzielen, in Bezug auf Diabetes getestet werden können. „Wir denken, dass das Ljunganvirus ein Teil des Puzzles ist, das wir verstehen müssen, um erklären zu können, warum manche Menschen Diabetes entwickeln und manche nicht“, so Niklasson.


Quelle: Presseaussendung
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