INFEKTIONEN
Chikungunya-Fälle in Italien [16.09.2007]

 

Laut Angaben der World Health Organization (WHO) wurden seit dem 13. September in der italienischen Region Emilia Romagna insgesamt 254 Fälle einer Chikungunya-Virusinfektion registriert. Das Chikungunya-Fieber wird durch Stechmücken übertragen und führt zu Fieber, Gelenk- und Muskelbeschwerden sowie Kopfschmerzen.

Die Krankheitsfälle werden durch ein aus Asien stammendes Insekt namens Aedes Albopictus nun erstmals in Europa ausgelöst. Neben den oben genannten Hauptsymptomen können vereinzelt auch hämorraghische Symptome sowie chronische Gelenkbeschwerden auftreten. Im Allgemeinen dauert die Krankheit ca. 2 Wochen und klingt ohne bleibende Schäden wieder ab. Eine einmalige Erkrankung bedeutet lebenslange Immunität.

Auf Einladung des italienischen Gesundheitsministers, treffen am 17. September mehrere Experten zu diesem Thema zusammen. Darunter ein französisches Expertemteam, welches 2006 an den Untersuchungen der Chikungunya-Ausbrüche in La Réunion beteiligt war, Vertreter des European Center für Disease Prevention and Control (ECDC) sowie Vertreter des WHO-Regionalbüros für Europa. Das Meeting soll einerseits ein besseres Verständnis der aktuellen Chikungunya-Infektionen in Italien bewirken sowie andererseits zusammen mit der WHO die aktuellen Strategien beim Auftreten von Erreger-bedingten Erkrankungen in Europa überprüfen.
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