INFEKTIONEN
DNA- basierter HPV Test bringt zuverlässige Ergebnisse [20.5.2008]



 

Humane Papillomaviren (HPV) und der DNA basierte Test werden am 22.-24.5.08 bei der Experten Tagung über Molekulare Diagnostik, die in Graz stattfindet zu den Hauptthemen gehören.
Alle zwei Jahre diskutieren über 250 Experten, die diesmal aus 29 Ländern anreisen Neuheiten im Bereich der Molekularen Diagnostik.



In Europa ist das Cervixkarzinom nach dem Mammakarzinom die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Das Cervixkarzinom wird durch das humane Papillomavirus verursacht. Die Assoziation zwischen der HPV- Infektion und dem Cervixkarzinom ist wissenschaftlich belegt.
Für fast 100% dieser Krebsfälle sind persistierende Infektionen mit HPV verantwortlich.
Nicht alle Genotypen dieses Virus sind gleich gefährlich, vor allem die Hochrisikotypen 16 und 18 verursachen fast 70% der Erkrankungsfälle.

Der klassische PAP- Test ist zur alleinigen Diagnostik nicht ausreichend, da seine Sensitivität bestenfalls bei 60%- 75% liegt.
Der DNA- basierte HPV- Test weist eine Sensitivität von 95% auf und ermöglicht bereits eine Bestimmung der Genotypen, auch wenn noch keine morphologisch deutlichen Zellveränderungen sichtbar sind.
Die derzeit verfügbaren Impfstoffe schützen hauptsächlich vor den Hochrisikotypen, den HPV- Genotypen 16 und 18 und decken daher nicht das gesamte Spektrum der Viren mit Karzinomrisiko ab.
Die Impfung bedeutet somit nicht absoluten Schutz gegen eine HPV- Infektion.

Faszit
Die molekulare HPV Typisierung ist die Schlüsselinformation zur Bewertung des Karzinomrisikos.
Mit diesem neuen Test lassen sich nicht nur die Hochrisikotypen des HPV, sondern auch die Niedrigrisikotypen verlässlich nachweisen.

Am Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz werden DNA- basierte HPV- Untersuchungen routinemäßig angeboten.

Weitere Informationen zur DNA Diagnostik HPV:
Dr. Christoph Noppen, Leitung Genetik/ Molekularbiologie
christoph.noppen@viollier.ch
Dr. Christoph Schaefer, FAMH Genetik und Leitung Spezialanalysen
christop.schaefer@viollier.ch
Viollier AG Spalenring 145/147 CH 4002 Basel

Quelle: Medizinische Universität Graz, Universitätsplatz 3, 8010 Graz; www.meduni-graz.at



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