Neuigkeiten rund um die Welt der Infektiologie
Von 14 bis 17 März 2007 fand in Leogang, Salzburg, der Erste Österreichische Infektionskongress mit dem Themenschwerpunkt „Schwere Haut und Weichteilinfektionen“ statt.
Im Rahmen des 25-jährigen Bestehen der österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten (OEGI) gibt es heuer gleich zwei Innovationen zu berichten: Erstens hat es einen infektiologischen Fortbildungskongress in Österreich bislang nicht gegeben, zweitens wurde der rasanten Entwicklung in der Infektiologie mit Einführung eines eigenständigen klinischen Additivfachs „Infektiologie und Tropenmedizin“ seit Februar 2007, Rechnung getragen.
In der bestechend idyllischen Atmosphäre des Kongresszentrum Krallerhof verfolgten über 200 Teilnehmer die Vorträge aus den verschieden Themenbereichen: „ Infektiologie und Diabetes, Haut und Weichteilinfektionen - chrirurgische und konservative Therapie, Antibiotikamanagement mit Fokus auf die Problematik resistenter Erreger, Monotherapie versus Kombinationstherapie, uvm.“.
Bezeichnend für die Symposien und Vorträge war der Bezug zu aktuellen klinischen Fragestellungen, die gleichermaßen Allgemeinmedizinern und Fachärzten einen Einblick in die modernen Entwicklungen, Diagnose und Therapiestrategien ermöglichte. Das große Interesse an wissenschaftlicher Forschung in speziellen Bereichen der Infektiologie, Tropen- und Reisemedizin spiegelte sich in qualitativ hochwertigen Vorträgen von erfahrenen Vortragenden sowie forschenden Nachwuchswissenschaftlern wieder. Zugleich waren die Themen der einzelnen Symposien so gewählt, dass mittels Übersichtsvorträge und interaktiven workshops von Fachleuten unterschiedlicher medizinischer Disziplinen, ein umfassender Überblick auf aktuelle Entwicklungen geboten werden konnte. Zahlreiche spannende Fallbeispiele aus dem klinischen Alltag forderten die Zuhörer auf, ihr praktisches Wissen in ausgewählten Fragestellungen interaktiv zu testen, frei nach dem Motto: „Was hätten Sie gemacht?“
Der grundsätzliche Tenor der Experten ist die Entwicklung in Richtung einer interdisziplinären Medizin, mit einer intensiveren Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Fachbereiche, was durch ein breites Spektrum an Referenten realisiert wurde. Beim Ersten Österreichischen Infektionskongress ist es gelungen, ein wissenschaftlich hochwertiges und zugleich praxisorientiertes Programm zu präsentieren, was den hohen wissenschaftlichen Stellenwert der infektiologischen Forschung in Österreich deutlich unterstreicht.