Österreich zählt heute zu den Ländern, die sich auf eine mögliche Influenza-Pandemie am besten vorbereitet haben.
Viele in Österreich entwickelte Konzepte werden heute international anerkannt und umgesetzt. Es gibt den Pandemieplan des Bundesministeriums, die entsprechenden Pläne der Bundesländer und darüber hinaus solche bei vielen Institutionen und Gemeinden und anderen Strukturen der Gesellschaft. Wesentlich ist es, die Pläne durch geeignete Planspiele und Übungen auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen; auch diese Maßnahmen wurden und werden durchgeführt. Die verschiedenen zur Verfügung stehenden Strategien werden kurz referiert, und der aktuelle
Stand der Planung dargestellt.
Hinsichtlich der Impfstoffversorgung wurde Vorsorge getroffen, dass pro Person zwei Dosen des Impfstoffes zur Verfügung stehen werden, der dem Pandemievirus entspricht. Die Vorräte an Neuraminidasehemmern sind im internationalen Vergleich bemerkenswert groß, und das in Österreich entwickelte Konzept der vor allem prophylaktischen Gabe dieser Medikamente wird nun mehr und mehr anerkannt. Von großer Bedeutung sind auch die allgemeinen Maßnahmen, die bei jeder Epidemie wesentlich sind: klassische hygienische Maßnahmen im engeren Sinn, weiters solche zur Kontrolle der Mobilität der Bevölkerung und der allgemeinen Krisenvorsorge. Für alle Bereiche der Pandemievorsorge gilt es die besonderen Kommunikations-Aufgaben zu erkennen und nach Möglichkeit
vorzubereiten.
Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze
Institut für Sozialmedizin
Medizinische Universität Wien
Rooseveltplatz 3/1
1090 Wien