Laut einer englischen Umfrage der BBC und der Terrence Higgins Trust von rund 1.500 Personen, denken 89% kaum oder nie an HIV, wenn sie Entscheidungen über ihre Sexualpartner treffen. Durch eine neu initiierte Kampagne soll die Deutlichkeit der Gefahren, die hinter einer Ansteckung stehen, wieder mehr Aufmerksamkeit erlangen.
Studienergebnisse
Die Befragung ergab auch erschreckende Ergebnisse bezüglich des Aufklärungsstandards. Viele der Befragten glauben noch an eine Übertragung durch Küssen oder in Toiletten. Demgegenüber stehen 41% der Befragten, die sich keinerlei Ansteckungsrisiko bewusst sind, da jene für sich selbst kein Infektionsrisiko sehen. 77% würden den Partner vor dem Geschlechtsverkehr nicht fragen, ob er HIV-infiziert ist. Diese sehr unbekümmerte Haltung gegenüber dieser lebensbedrohlichen Erkrankung liegt vor allem in der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren vor. Als Grund dafür nehmen Experten die Tatsache an, dass jene die schwer mit HIV belastete Zeit in den 80er Jahren nicht miterlebt haben. Statistiken der Health Protection Agency zeigen, dass die Anzahl der HIV-Infektionen und sexuell übertragenen Infektionen in der Altersgruppe unter 24 Jahren in den letzten zehn Jahren angestiegen ist. 5% aller neuen Erkrankungen entfallen mittlerweile auf diese Altersgruppe.
Die neue Kampagne
Aufgrund dieser Ergebnisse hat nun die BBC gemeinsam mit der sexual health charity Terrence Higgins Trust die Website GI Jonny unter
www.gijonny.co.uk entwickelt, die Daten und Fakten über HIV sowie interaktive Spiele enthält. Laut Teenagerbefragung kommt GI Jonny bei den jungen Menschen sehr gut an. Weiters wird in Radio und Fernsehen ein Programmschwerpunkt auf dieses ernst zu nehmende Thema gelegt. Den Beginn macht eine Dokumentationsserie namens „Stephen Fry: HIV and Me“, wo die Testverfahren und interessante rund um HIV und Aids dargestellt werden. Auch einige Events sind in neun Städten von England geplant.
Quelle: Terrence Higgins Trust