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Neuartiges Testverfahren MODS (Microscopic Observation of Drug-Susceptibility) für Tuberkulose bewährt sich im Probelauf

 

Pro Jahr sterben rund 1,7 Millionen Menschen an Tuberkulose, einer Krankheit die als medikamentös heilbar gilt. Ziel der Forschung ist einerseits eine schnelle und zuverlässige Methode zur Detektion von M.tuberculosis zu finden und bestehende Resistenzen gegenüber den Standardtherapeutika aufzudecken. Ziel des MODS-Verfahrens ist es beide Komponenten zu optimieren.

M.tuberculosis ist ein säurefestes aerobes Stäbchenbakterium und kommt weltweit vor. Die Diagnostik von Tuberkulose stützt sich auf drei wesentliche Pfeiler: molekularbiologische Methoden, PCR; Mikroskopie; und Kultur. Durch Einführung der Chemotherapeutika Rifampizin, Isoniazid, Ethambutol und Pyrazinamid wurde eine Grundlage für eine erfolgreiche Therapie von Tuberkulose geschaffen. Wichtig für eine rechtzeitige Behandlung ist eine schnelle Diagnose und Evaluation eines Ansprechens auf Therapeutika (drug-susceptibility).

Das MODS-Testverfahren basiert auf mikroskopischer Beobachtung und Detektion von M.tuberculosis. Als Medium wird eine flüssige Matrix verwendet was Vorteile in Sensitivität und Spezifität gegenüber konventionellen Medien bietet. MODS wurde mit den in Europa und USA gebräuchlichen Standardmethoden, Löwenstein-Jensen Kultur und automatisierte mykobakterielle Kultur in Bezug auf Schnelligkeit, Sensitivität und Spezifität sowie Ansprechen auf Medikamente verglichen. Von 3760 Speichelproben aus drei verschiedenen Zielgruppen in Südamerika testeten 401 positiv auf M.tuberculosis. Sensitivität lag für MODS bei 97,8% , für automatisierte mykobakterielle Kultur bei 89,0%, für Löwenstein-Jensen Kultur bei 84%, bei einer durchschnittlichen Dauer von 7 Tagen (MODS), 13 Tagen (automatisierte Kultur) und 26 Tagen (Löwenstein-Jensen Kultur). Das MODS-Verfahren ergab folgende Übereinstimmungen in prognostizierten Ansprechen auf Rifampizin:100%, Isoniazid:97%, Ethambutol:95% und Streptomycin:92%

Zu beachten ist sicherlich dass in Länder, deren sputum positives Kollektiv weit niedriger liegt als das in diesem Fall (10,7% positiv), MODS im Routinealltag ausgetestet werden muss um Ergebnisse zum sinnvollen Einsatz der Methode zu beurteilen. Klar scheint jedoch dass dieses viel versprechende Verfahren einen potentiellen Ansatz zur schnellen und effizienten Diagnostik von Tuberkuolse darstellt.

Dr. M. Wejbora
Quelle:"Microscopic Observation of Drug-Susceptibility Assay for the diagnosis of TB" by A.j Moore et.al.;N ENGL J MED 335;15
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