In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Pertussis-Fälle bei Babys von 34 auf 103 pro 100.000 gestiegen. Laut Studienergebnissen befindet sich die Ansteckungsquelle dafür meist im selben Haushalt.
In einer internationalen prospektiven Studie untersuchten Wissenschaftler 95 Babys im Alter von unter sechs Monaten, bei denen Keuchhusten bestätigt wurde. Weiters wurden 206 Erwachsene und 127 Kinder aus demselben Haushalt sowie 71 Personen aus dem äußeren Umfeld untersucht, die mit den erkrankten Babys Kontakt hatten. Bei 48% der Babys konnte die primäre Infektionsquelle identifiziert und auch im Labor bestätigt werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die primäre Infektionsquelle zu 86% jene Personen unter 13 Jahren waren.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person aus dem eigenen Haushalt die Ansteckungsquelle ist, ist dreimal höher, als bei einer Person von außerhalb. Zu 55% waren es die Eltern, zu 16% die Geschwister und zu 29% andere Personen.
Diese Ergebnisse machen deutlich, dass bei einem erkrankten Baby der Überträger mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit im eigenen Haushalt zu finden ist und dadurch eine Impfung der Jugendlichen und Erwachsenen aus dem nahen Umfeld des Babys ratsam wäre, um den kleinen Nachwuchs vor Pertussis zu schützten.
Quelle: Wendelboe AM et al: Transmission of Bordetella pertussis to young infants. Pediatr Infect Dis J 2007; 26: 293-9