Harnwegsinfekte (HWI) gehören zu den häufigsten bakteriell bedingten Erkrankungen. Sie stellen ein ernstzunehmendes medizinisches und sozialökonomisches Problem dar. 80% aller akuten HWIs können durch Einsatz antimikrobieller Chemotherapeutika wirksam saniert werden. Bei 20% ist aber innerhalb von 6–12 Monaten mit einer Reinfektion zu rechnen. Ziel der Infektprophylaxe ist daher:
das Wachstum von Erregern längerfristig zu behindern,
Resistenzentwicklung zu vermeiden und
das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu minimieren.
Saures Milieu reduziert Wachstumgramnegativer Keime
Die Mehrzahl der HWI verursachen gramnegative Keime. In vitro wurde für diese in saurem Urinmilieu ein eingeschränktes Wachstum nachgewiesen, weshalb erfahrene Kliniker empfehlen, den Harn durch geeignete Maßnahmen anzusäuern. Jahrelange Erfahrungen mit großen Patientenzahlen zeigen, dass eine Ansäuerung mit L-Methionin (Acimethin®) zur HWI-Prophylaxe geeignet ist. L-Methionin ist eine essentielle Aminosäure mit einer Thioethergruppe.
Die Wirkung von L-Methionin ist belegt
Eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Multicenterstudie an 89 Patienten mit kompensierter neurogener Blasenfunktionsstörung nach Rückenmarks-trauma zeigte eine Reduktion der HWI-Rate unter L-Methionin(Acimethin®)-Dauerprophylaxe von über 50%.* Neben der signifikanten Reduktion der Rezidivrate fand sich eine sehr gute Verträglichkeit von L-Methionin (Acimethin®).
* M Günther M et al: Harnwegsinfektprophylaxe – Urinansäuerung mittels L-Methionin bei neurogener Blasenfunktionsstörung. Der Urologe [B], 2002; 42(3): 218–220
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