INFEKTIONEN
Weltweit mehr als 500 Millionen Menschen von Hepatitis C betroffen – verbesserte Versorgungsmaßnahmen gefordert [16.5.2008]

 

Am 19. Mai 2008 findet der fünfte „World Hepatitis Awareness Day“ statt. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts liegt das Hepatitis C Virus an zweiter Stelle der gefährlichsten Krankheitserreger – nach dem Influenza-Virus und noch vor HIV.
Dabei ist Hepatitis C mit den heute verfügbaren Therapien in vielen Fällen heilbar, Hepatitis B kann medikamentös kontrolliert werden, was das Risiko für einen Leberschaden stark reduziert. Erstmals findet nun der Welt-Hepatitis-Tag als weltweiter Aktionstag schon im Frühjahr statt.



Unter der Schirmherrschaft der neu gegründeten „World Hepatitis Alliance“ werden rund um den Globus die unterschiedlichsten Aktivitäten gesetzt, um das Bewusstsein für diese Krankheit zu erhöhen und um möglichst alle Menschen auf das Risiko einer Infektion aufmerksam zu machen.
Etwa 12 Millionen Menschen in Europa und 180 Millionen Menschen weltweit sind mit Hepatitis C infiziert, allein in Österreich gibt es ca. 80.000 Betroffene. Damit ist die Anzahl von Hepatitis C Infizierungen siebenmal so hoch wie jene für HIV/Aids.

Gleichzeitig darf Hepatitis B nicht vernachlässigt werden – eine Krankheit, die sich in jüngster Zeit als Folge der gestiegenen globalen Mobilität erneut auf dem Vormarsch befindet. Das Infektionsrisiko ist 100 mal höher als für HIV/Aids.

In Zusammenhang mit diesen alarmierenden Fakten erhebt die HHÖ (Hepatitis Hilfe Österreich) zwei wesentliche Forderungen an die Politik:

1. Annahme einer EU-Ratsempfehlung über „Vorsorgemaßnahmen zu viraler Hepatitis in Europa”, um die Früherkennung von viraler Hepatitis und einen breiteren Zugang zu Behandlung und Versorgung zu gewährleisten.

2. Verpflichtung der Bundesregierung und der übrigen EU Mitgliedstaaten, die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) aufgestellten Kriterien zur Kontrolle/Überwachung von viraler Hepatitis anzuwenden.

HEPATITIS HILFE ÖSTERREICH

Die HHÖ, „Hepatitis Hilfe Österreich - Plattform Gesunde Leber“, ist eine der größten gemeinnützigen Patientenorganisationen in Österreich.

Sie ist Ansprechpartner und Sprecher für Betroffene und Angehörige aller Arten von Lebererkrankungen und deren Folgeerkrankungen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 verfolgt die Organisation folgende Ziele:

 Erhaltung der Lebensqualität von Lebererkrankten
 Abschaffung von Diskriminierung und Ausgrenzung von Betroffenen
 Abbau von Berührungsängsten gegenüber den Erkrankten
 Aufklärungsarbeit zur Prävention und Therapie von Lebererkrankungen
 Bewusstseinsbildung durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit
 Vertretung von Patientenrechten und -anliegen in der österreichischen Gesundheitspolitik
 Europaweite Vernetzung mit den bedeutendsten Patienten- und Selbsthilfe-organisationen

Als moderne Patientenorganisation betreut die HHÖ in ihren Selbsthilfegruppen alleine in Ostösterreich pro Jahr mehr als 3.000 Lebererkrankte und deren Angehörige. In unzähligen persönlichen Gesprächen und Interventionen nimmt sich die Organisation jener Menschen an, die aufgrund ihrer Lebererkrankung Rat, Hilfe und Unterstützung suchen.

Als kompetente Informationsplattform ist die HHÖ aber nicht nur eine Anlaufstelle für Betroffene, sondern auch für gefährdete Berufsgruppen, Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen, Krankenanstalten, Krankenkassen, Kommunen, Behörden, Versicherungen, Wissenschaft und Forschung sowie für öffentliche und private Medien.

Als Partner des öffentlichen Gesundheitswesens ist die HHÖ Initiator medizinischer und sozialer Schulungen, Seminare, Vorträge und Workshops für diese Gruppen und Interessensvertretungen. Alleine durch die Vortragsarbeit werden pro Jahr ca. 10.000 Menschen direkt erreicht.

Die HHÖ ist sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene tätig. Sie ist Mitglied und Mitbegründer der Pan-Europäischen Blutsicherheitsallianz (PBSA), Proponent der Europäischen Leberunion und Mitglied (mit Sitz im Vorstand) der ELPA (European Liver Patient Association).

Durch ihre offensive Öffentlichkeitsarbeit mit allen Mitteln der modernen Kommunikation, wie eine laufend aktualisierte Homepage, Pressekonferenzen und -gespräche, Messeauftritte und die Herausgabe von Informationsbroschüren, schärft die HHÖ das Bewusstsein der Bevölkerung für Lebererkrankungen und deren Ansteckungsgefahren. Zielgruppengerecht aufbereitet sorgt sie dafür, dass alle Maßnahmen jene Menschen erreichen, die zu den Risikogruppen gehören.

Die Errichtung der ersten Service- und Informationsstelle „Info-Point-Gesunde-Leber“ im Jänner 2003 im Kundencenter der WGKK, Gasometer, stellte einen Meilenstein in der Früherkennung und Aufklärung von Lebererkrankungen in Österreich dar. Die Eröffnung von drei weiteren Informationsdrehscheiben nach dem gleichen Modell in Salzburg, Niederösterreich und im Burgenland steht unmittelbar bevor. Ziel ist eine flächendeckende Versorgung Österreichs.

Quelle: Hepatitis Hilfe Österreich; www.gesundeleber.at

Rückfragehinweis:

HEPATITIS HILFE ÖSTERREICH
MARKETINGGES.M.B.H.
Landstraßer Hauptstraße 146-148/7A/B1
A-1030 Wien
Tel.: + 43 (0) 1 / 718 06 06
Fax: + 43 (0) 1 / 718 06 06 – 99

goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8