Keine Verwandtschaft mit anderen Antibiotika
Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese. Fusidinsäure weist prinzipiell einen bakteriostatischen Effekt auf, jedoch werden im Serum und vielen Geweben bei normaler Dosierung bakterizide Konzentrationen erreicht.
Oral, parenteral (i.v.), lokal: Salbe, Augengel
Staphylococcus aureus, MRSA, ca-MRSA, Staphylococcus epidermidis, MRSE, Corynebacterium spp., Clostridium spp., Propionebacterium acnes, Peptokokken, Peptostreptokokken, z.T. Bacteroides fragilis;
Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium leprae, Legionella spp., Bordetella pertussis, Coxiella burnetti
gram-neg. Kokken: Neisseria gonorrhoeae, N. meningitidis
Mäßig nur: Streptokokken, Pneumokokken
1. Indikationen Fucidin® Filmtabletten, Trockensubstanz:
a. Infektionen durch Staphylococcus aureus:
Osteomyelitis, traumatische und chirurgische Wundinfektionen, Haut- und Weichteilinfektionen (Abszesse, Furunkulose, Phlegmone, Pyodermien, Verbrennungen), Pneumonie, Sepsis, Leber- und Milzabszesse, Mastitis, Fremdkörperinfektionen.
b. Antibiotikaassoziierte Colitis durch Chlostridium difficile
Bei normalen Infekten wird Fucidin® in Monotherapie eingesetzt.
Bei schweren und langdauernden Behandlungen ist auch eine Kombinationstherapie mit ß-Lactam/Erythromycin/Vancomycin/Rifampicin/Clindamycin möglich (in Kombination werden additive und synergistische Effekte erzielt).
2. Indikationen Fucidin® Trockensubstanz: Infektionen durch Fusidinsäure-empfindliche Erreger, insbesondere Staphylokokkeninfektionen, wie Osteomyelitis, Septikämie, Endokarditis, superinfizierte zystische Fibrose, Pneumonie und Infektionen der Haut; Wundinfektionen nach Operationen und Traumen.
3. Indikationen Fucidin®-Salbe: Bakterielle eitrige Erkrankungen der Haut wie Pyodermien, Impetigo, Abszesse, Furunkel, Karbunkel und Panaritien, infizierte Ekzeme und andere bakterielle Superinfektionen der Haut (wie z.B. bei Wunden und Verbrennungen).
4. Indikationen Fucithalmic®-Augengel: Bakterielle Infektionen des vorderen Augenabschnitts, die durch Fusidinsäure-empfindliche Keime hervorgerufen werden, z.B. Konjunktivitis, Blepharitis, Hordeolum, Blepharokonjunktivitis, Dakryozystitis, Ulcus serpens, Sekundärinfektionen bei Herpes corneae, sekundär infiziertes Ulcus corneae, Infektionsprophylaxe bei Verletzungen des vorderen Augenabschnittes z.B. durch Fremdkörper.

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Fusidinsäure.
Bestehende Leberschädigung, Besondere Vorsicht bei: azidotische, ikterische Neugeborene, Frühgeborene.
Oral: Magenschmerzen, Brechreiz, Erbrechen (seltener bei Verabreichung mit Mahlzeit);
Bei einigen Patienten vorübergehende Erhöhung des Serumbilirubins und einiger Leberenzyme;
i.v.-Infusion: vereinzelt Venenspasmen und Thrombophlebitiden, bei hohen Dosierungen reversibler Transaminasenanstieg sowie Gelbsucht. Diese Nebenwirkungen klingen nach Absetzen des Medikaments wieder ab.
Haut: Pruritus, Hautreizungen, vorübergehendes Brennen oder Stechen, trockene Haut, Erytheme, Ekzeme, Kontakt-Dermatitis und Haut-Rash.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, Patienten die potentiell hepatotoxische Medikamente erhalten, Patienten mit Gallenwegsverstopfung.
Systemisch verabreichtes Fucidin® hemmt kompetitiv die Bindung von Bilirubin an Albumin.
Fucidin®-Filmtabletten enthalten 72mg Lactose.
Steroidantibiotikum mit sehr guter Penetration, auch intrazelluläre Wirkung, Anwendung bei Staphylokokkeninfektionen incl. MRSA, ca-MRSA, Clostridien-Diarrhoe.