VANCOMYCIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antibakterielles Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Glykopeptid
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Wirkmechanismus
hemmt den Aufbau der Bakterienzellwand
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Handelsnamen
Österreich Vancomycin "Abott", Vancomycin "Lilly"
Deutschland Vanco 500, Vancocell
Schweiz Vancocin
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Anwendungsarten
i.v., p.o., intraperitoneal
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Antibakterielles Spektrum
Staphykokken, (auch MRSA und S. epidermidis), Streptiokokken (einschließlich Enterokkokken und Penicillin-resistente Pneumokokken), Clostridium difficile, gute bis mittlere Empfindlichkeit von grampositiven Anaerobiern und Corynebacterium diphteriae
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Kreuzresistenz
weitgehend mit Teicoplanin
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Indikationen
Infektionen durch MRSA und Ampicillin-resistente Enterokokken; schwere Infektionen durch grampositive Kokken; Antibiotika-assoziierte Kolitis; Endokarditis; Fremdkörperinfektionen durch Corynebakterien; Propionibakterien oder Staphylokokken; bei Peritonitis in Peritonealdialysepatienten intraperitoneale Gabe möglich; bei Penicillin- und Cephalosporin-allergischen Patienten Gabe zur Endokarditisprophylaxe oder zur perioperativen Prophylaxe möglich
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
i.v.: 2(-4-8) g in 2-4 Kurzinfusionen
bei Antibiotika-assozierter Kolitis:4 x 125-250 mg p.o.
i.v.: 20-40 mg/kg/d in 2-4 Kurzinfusionen
bei Kolitis: 10-40 mg/kg/d p.o.
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
sorgfältige Dosisreduktion nach Kreatinin-Clearence (und Geschlecht), Talspiegelbestimmungen
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Kontraindikationen
akutes Nierenversagen sowie bereits bestehende Schwerhörigkeit; (Schwangerschaft: strenge Indikation)

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Nebenwirkungen
Thrombophlebitis; Allergie mit Fieber, Urtikaria, Exanthem bis anaphylaktischer Schock; Ototoxizität; Neutropenie, Thrombozytopenie; Red-neck-Syndrom durch Mediatorenfreisetzung, Blutdruckabfall oder Herzstillstand bei zu rascher Gabe möglich; Nierenversagen, interstitielle Nephritis sehr selten
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Interaktionen
Vorsicht bei Kombination mit anderen potentiell oto- oder nephrotoxischen Medikamenten
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Vorsichtsmaßnahmen
unbedingt Nierenfunktion vor Therapiebeginn bestimmen, audiometrische Untersuchungen, Blutspiegel- und Blutbildkontrolle (Spitzenspiegel < 40 mg/l, Talspiegel vor nächster Gabe zwischen 10 und 15 mg/l)
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: überwiegend renal
Halbwertszeit: 6 h, bei Mehrfachgaben Kumulation möglich
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: erhöht, toxische Serumkonzenrationen möglich
Dialysierbar: nicht hämodialysierbar, mäßig mit Peritonealdialyse
Absorption: fast keine bei oraler Gabe

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Herz, Leber, Lunge, Nieren, Abszesseiter, Pleura-, Perikard- und Gelenksflüssigkeit    Liquor, Knochen 

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Allgemeine Beurteilung
Standardglykopeptid, auch gegenüber Methicillin-resistenten Staphylokokken, sowie bei pseudomembranöser Enterocolitis wirksam
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