FLUCYTOSIN
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Wirkungsspektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Antimykotikum. Fluoriertes Pyrimidin
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Wirkmechanismus
Antimetabolit des Cytosins nach Umwandlung in 5-Fluoruracil in der Pilzzelle
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Handelsnamen
Österreich Ancotil
Deutschland Ancotil
Schweiz Ancotil
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Anwendungsarten
intravenös (in den USA auch Kapseln)
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Wirkungsspektrum
Candidaarten, Cryptococcus neoformans, Geotrichum candidum, Teil der Aspergillus-arten (A. fumigatus), Chromoblastomykose (Phialophora, Cladosporium);
resistent sind: Histoplasma capsulatum, Blastomyces dermatitidis, Coccidioides immitis, Sporotrichon, Epidermophyton, Mucor
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Kreuzresistenz
keine mit anderen Antimykotika
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Indikationen
generalisierte Infektionen durch empfindliche Pilze, schwere Organmykosen, Cryptocokkenmeningitis, Monotherapie nur bei Chromoblastomykose
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
150 mg/kg/d in 4 Dosen i.v. loading dose von 150 mg/kg verteilt auf 4 Dosen an einem Tag,
dann 50 mg/kg/d
synergistisch mit Amphotericin B auf Candida, Cryptococcus, Aspergillus; Kombination mit Amphotericin B verhindert Resistenzentwicklung bei Cryptococcose, Candidiasis und Aspergillose; (Amphotericin B bei Kombination mit Flucytosin niedriger dosieren)
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
Dosisreduktion und/oder Intervallverlängerung ab GFR < 40 ml/min
 
Dosierung bei schwerer Leberfunktionsstörung:
keine Anpassung erforderlich
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Kontraindikationen
Schwangerschaft; Vorsicht bei Niereninsuffizienz, Leberschädigung und schon vorbestehender Knochenmarksschädigung

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Nebenwirkungen
reversible Blutschäden (Thrombo-, Leukozytopenie, Anämie), häufiger bei AIDS-Patienten, vorübergehender Anstieg der Leberenzyme, selten gastrointestinale Störungen, Halluzinationen, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeitm; selten Todesfälle durch Agranulozytose und Lebernekrosen
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Interaktionen
mit Purinen; durch gleichzeitige Gabe des Zytostatikums Cytosin-Arabinosid Verlust der antimykotischen Wirkung; nephrotoxische Substanzen können HWZ von Flucytosin verlängern; gleichzeitige Gabe von Zytostatika kann die Leukozytopenie und Thrombozytopenie verstärken; mehr Nebenwirkungen bei Kombination mit Amphotericin B
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Vorsichtsmaßnahmen
bei Kombination mit Amphotericin B dieses niedriger dosieren
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: 90% renal
Halbwertszeit: 3-5 h
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: 10-200 h
Halbwertszeit bei gestörter Leberfunktion: unverändert
Dialysierbar: ja
Absorption: 76-89 % nach oraler Gabe

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Liquor, Augenkammerwasser, Galle, Peritonealexsudat     

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Allgemeine Beurteilung
bei generalisierten Pilzinfektionen in Kombination mit Amphotericin B oder anderen Antimykotika einsetzbar, gute Verträglichkeit
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