ALBENDAZOL
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antiparasitäres Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik    
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Antihelminthikum, Benzimidazol.
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Wirkmechanismus
lbendazol hemmt die Polymerisation von Mikrotubuli durch spezifische Bindung an beta-Tubulin. Es hat eine wesentlich höhere Bindungsaffinität für das parasitäre beta-Tubulin als für das menschliche Analog, deshalb besteht eine selektive Toxizität für die Parasiten, welche allmählich absterben und ausgeschieden werden. Albendazol bewirkt das Absterben d. Larvenstadien u. Eier v. Parasiten.
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Handelsnamen
Österreich Eskazole
Deutschland Eskazole
Schweiz Zentel
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Anwendungsarten
oral
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Antiparasitäres Spektrum
Echinococcus granulosus u. multilocularis, Ascaris lumbricoides, Ancylostoma duodenale, Necator americanus und Trichuris trichuria. Auch wirksam gegen Nematoden wie Strongyloides stercolaris.
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Kreuzresistenz
keine
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Indikationen
– zystische Echinokokkose (Hundebandwurmbefall):
präoperativ (nach Möglichkeit mehrere Wochen bis 3 mon ohne Unterbrechung), postoperativ: in Abhängigkeit v. Operationserfolg (0 – bis mehrere Wochen).
Inoperable Verlaufsform (selten).
– alveoläre Echinokokkose (Fuchsbandwurmbefall): inoperable Verlaufsform (lebenslang), präoperativ, postoperativ (Monate)
– Trichinenbefall
– Behandlungsversuch beim Zwergfadenwurmbefall
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
p.o. (zu den Mahlzeiten mit Flüssigkeit, fetthaltige Kost empfohlen):
Echinokokkose:
2 x 400 mg
(od. 10-15 mg/kg KG/d).
Früher in Zyklen gegeben v. 28 d, dann 2 Wochen Pause;
heute: kontinuierliche Gabe Monate bis Jahre.
Trichinose:
2 x 400 mg für 6 d
Behandlungsversuch bei Strongyloidiasis:
1-2 x 400 mg für 3 d
Wiederholung nach 2-3 Wochen kann notwendig werden.
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Kontraindikationen

absolut Überempfindlichkeit gegen die Substanz, Schwangerschaft u. Stillperiode.
relativ Kinder < 6 a, da noch zuwenig Erfahrungen vorliegen.

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Nebenwirkungen
– toxisch: Erhöhung d. Leberenzyme bei 13 - 16 %. > 1 % gastrointestinale Symptome (Erbrechen, Durchfall, Diarrhoe), Kopfschmerzen, Schwindel. Selten: Leukopenie, Panzytopenie, Haarausfall.
– allergische Reaktionen sehr selten (Exanthem, Juckreiz).
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Interaktionen
Cimetidin, Praziquantel und Dexamethason können die Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten v. Albendazol erhöhen.
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Vorsichtsmaßnahmen
– Kontrolle d. Leberfunktion u. des Blutbildes vor d. Therapie, nach 5 u. 10 d u. dann im 14 tägigem Abstand. Abbruch d. Therapie bei Ansteigen d. Leberwerte über das Doppelte des oberen Grenzwertes des Normalbereiches.
– Frauen dürfen erst nach Ausschluss einer möglichen Schwangerschaft behandelt werden. Einnahme empfängnisverhütender Mittel ist notwendig. Wegen Wechselwirkungen mit Ovulationshemmern ist die alleinige Einnahme d. Pille nicht ausreichend.
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: v.a. biliär (> 90 %), nur gering renal
Halbwertszeit: 8-9 h
Halbwertszeit bei gestörter Leberfunktion: (wahrscheinlich) verlängert
Absorption: nach oraler Gabe variable Absorption (> 45 %), zusammen mit fettreicher Kost steigt die Aufnahme.

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Zystenflüssigkeit     

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