MEBENDAZOL
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antiparasitäres Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik    
goto top of page
 
 
goto top of page
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Breitbandantihelminthikum, Benzimidazol
goto top of page
Wirkmechanismus
Mebendazol hemmt die Polymerisation von Mikrotubuli durch spezifische Bindung an beta-Tubulin. Es hat eine wesentlich höhere Bindungsaffinität für das parasitäre beta-Tubulin als für das menschliche Analog, deshalb besteht eine selektive Toxizität für die Parasiten, welche allmählich absterben und ausgeschieden werden.
goto top of page
Handelsnamen
Österreich Pantelmin
Deutschland Surfont, Vermox
Schweiz Vermox
goto top of page
Anwendungsarten
oral
goto top of page
Antiparasitäres Spektrum
Nematoden + Cestoden
goto top of page
Kreuzresistenz
keine
goto top of page
Indikationen
– Enterobiasis (Oxyuriasis)
– Ascariasis
– Trichuriasis
– Ankylostomiasis
– Strongylodiasis
– Taeniasis
– gemischter Wurmbefall
goto top of page
Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
p.o.:
– Enterobiasis (Oxyuriasis):
1 x 1 Tbl., Wiederholung nach 2-4 Wochen.
– Ascariasis, Trichuriasis, Ankylostomiasis u. Mischinfektionen:
2 x 1 Tbl. an 3 d
– Strongylodiasis, Taeniasis:
4 x 1 Tbl an 3 d
p.o.:
– Ascariasis, Trichuriasis, Ankylostomiasis u. Mischinfektionen bei Kindern < 5 a:
2 x 1/2 Tbl. an 3 d
– Strongylodiasis, Taeniasis:
2 x 1 Tbl an 3 d
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
unverändert
 
Dosierung bei schwerer Leberfunktionsstörung:
unverändert
goto top of page
Kontraindikationen

absolut Überempfindlichkeit gegen die Substanz
relativ 1. Schwangerschaftstrimenon, Stillperiode, 1. Lebensjahr (Konvulsionen sind möglich).

goto top of page
Nebenwirkungen
allgemein sehr selten: gastrointestinale Beschwerden, Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautrötung, Exanthem).
goto top of page
Interaktionen
Cimetidin erhöht Mebendazol Spiegel. Daher bei glz. Gabe Spiegelkontrolle.
goto top of page
Vorsichtsmaßnahmen
Kinder < 1 a sollten nur in Ausnahmefällen mit Mebendazol behandelt werden, aufgrund d. wenigen Erfahrung u. einiger Fälle v. Konvulsionen bei Säuglingen.
goto top of page
Pharmakokinetik
Ausscheidung: 10 % über die Niere, 90 % extrarenal
Halbwertszeit: ~ 3,6 h
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: (wahrscheinlich) unverändert
Halbwertszeit bei gestörter Leberfunktion: verlängert
Dialysierbar: ja
Absorption: nach orale Gabe nur geringe Resorption: 1-10 %

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Leber, Echinokokkuszysten    Liquor 

goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8