M. tuberculosis (zu den Tuberkulosebakterien (TB) gehören neben M. tuberculosis M. bovis und M. africanum)
Aerobe, säurefeste, schlanke (0,4 µm dicke und 3-4 µm lange) unbewegliche Stäbchen
– Tuberkulose kommt weltweit endemisch vor. In den entwickelten Ländern hat die Häufigkeit in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Weltweit gesehen ist die Tuberkulose jedoch noch ein großes Gesundheitsproblem. Man schätzt, dass etwa 15 Millionen Menschen jährlich an dieser Infektion erkranken und 3 Millionen daran sterben.
– Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, indirekte Übertragung durch Staub oder Milch stellt die Ausnahme dar.
– Die Tuberkulose hat eine hohe Infektiosität
– Inapparente Infektion (Mykobakterien persistieren im normalen Lungengewebe - Keimresevoir für spätere Aktivierung. Ca. 10 % der immunsupprimierten Patienten entwickeln pro Jahr eine klinisch relevante Tuberkulose, wobei fast alle auf einer Reaktivierung einer alten Infektion beruhen.)
– Lungentuberkulose
– Organtuberkulose (extrapulmonale Tuberkulose)
– Mikroskopie
– Kultur aus dem Morgensputum, oder, speziell bei Kindern, aus dem morgendlichen Magensaftaspirat
– PCR, wenn histologisch keine Keime nachgewiesen werden können
– Hauttest (Mendel-Mantoux-Test)
Kombination (Standardschema)
INH +
Ethambutol +
Rifampicin
Andere Kombinationen z.B.
Rifampicin +
INH +
Pyrazinamid (über 2 Monate), dann Rifampicin + INH (über 4 Monate)
Präventivtherapie (Risikopatienten wie HIV, Personen aus dem Umfeld Tbc-Erkrankten, Tbc innerhalb der der letzten 2 Jahre u.a) INH 300 mg/d über 6 bis 12 Monate
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