ADENOVIRUS-INFEKTIONEN
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Prophylaxe Diagnostik Differentialdiagnose
Therapie Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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Definition
Erkrankungen durch Infektionen mit verschiedenen humanpathogenen Adenoviren
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Erreger
Adenoviren (DNA-Viren)
– mehr als 80 Serotypen, davon mehr als 30 humanpathogen
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Epidemiologie
– Weltweite Verbreitung

Meldepflicht bei epidemischem Auftreten (z.B. Keratokonjunktivitis)
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Übertragung
– I.d.R. durch Tröpfcheninfektion, aber auch Schmierinfektion möglich
– bei Keratokonjunktivitis iatrogene Übertragung bei Glaukomuntersuchung und Hornhauttransplantation bekannt
– Übertragungsfälle in Schwimmbädern
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Inkubationszeit
– 5 - 10 Tage
– Ansteckungsfähigkeit während der ersten Krankheitshälfte am größten
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Klinik
Infektionen des Respirationstraktes:
– Rhinitis
– abakterielle Pharyngitis
– akute, Influenza-ähnliche Infektion ("grippaler Infekt")
– Pneumonie (bei Kleinkindern u.U. tödlich verlaufend)
– Meningoenzephalitis
Infektionen der Augen: (häufig kombiniert mit Pharyngitis)
– follikuläre Konjunktivitis
– Keratokonjunktivitis (mit beibender Verminderung der Sehkraft)
Intestinale Infektionen: (bei Kleinkindern nach den Rotaviren zweithäufigste Erreger von Diarrhöen)
– hämorrhagische Zystitis
– primäre Gastroenteritis
– Diarrhoe
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Prophylaxe
– präexpositionell Schutzimpfung (theoretisch möglich)
– Chlorierung von Schwimmbädern
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Diagnostik
– Virusnachweis durch Virusanzucht in Zellkultur (v.a. bei ZNS-Symptomatik empfehlenswert)
Serodiagnostik (ELISA, KBR)
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Differentialdiagnose
– Erkrankungen durch Infektionen mit Influenzavirus, Parainfluenzavirus, EBV, Coxsackievirus, Chlamydien (Ornithose)
– Q-Fieber
– bei Gastroenteritis: Rotavirus-, Astrovirus-, Norwalkvirus-Infektion
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Therapie
– symptomatisch
– bei schwerem Verlauf Immunglobulintherapie
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Komplikationen
– Onkogene Eigenschaften von Adenoviren derzeit Gegenstand der Forschung
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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