AMöBIASIS
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Komplikationen Links Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up  
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Entamoeba histolytica, Gewebeform
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Synonyme
Entamöbose
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Definition
Protozoen-Infektion durch Entamoeba histolytica oder Entamoeba dispar, führt zu Durchfall, Ulzerationen des Darms und ev. zu Abszessen (vor allem der Leber).
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Erreger
Entamoeba histolytica
- Entamoeba dispar

Ätiologie
Infektion durch Protozoen-Zysten, die über Wochen in der Umwelt überleben können. Oft asymptomatisch ohne Invasion der Darmmukosa (Zystenträger).
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Epidemiologie
Inzidenz:
weltweite Verbreitung, in warmen Ländern endemisch. Die invasive Erkrankung betrifft 50 Mio. Menschen jährlich, ca. 100.000 Todesfälle jährlich.

Risikofaktoren:
In Entwicklungsländern:
kontaminiertes Wasser, mangelnde sanitäre Einrichtungen.
Risikogruppen in den Industriestaaten:
Homosexuelle und institutionalisierte Patienten.
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Übertragung
Infektion durch Trinkwasser oder Nahrung (Gemüse), Chlor zerstört die Zysten nicht (Wasser abkochen).
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Inkubationszeit
Variable Inkubationszeit:
zumeist erste Symptome 3 Wochen nach Zysteningestion.
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Klinik
Nichtinvasive Erkrankung:
mildes Erscheinungsbild mit Durchfällen

Invasive Erkrankung:
krampfartige abdominelle Schmerzen mit blutig-schleimigen Durchfällen, ein Drittel der Patienten entwickelt Fieber, selten fulminantes Bild mit Peritonitis, Darmperforation und toxischem Megacolon, Entwicklung von Amöbomen (granulomatöse Entzündung) bei chronisch-rezidivierendem Verlauf

Leberabszess:
Fieber, Schmerzen im rechten Oberbauch, Ruptur kann zu Peritonits oder Empyem führen
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Diagnostik
Blutige Stühle, mikroskopischer Nachweis von Zysten oder Trophozoiten im Stuhl, Antikörper-Nachweis bei invasiver Form, im Aspirat des Leberabszesses oft kein Nachweis, da Erreger in der Abszesswand lebt. Ultraschall oder Abomen-CT zum Nachweis des Leberabszesses (zumeist rechter Lappen, oberes posteriores Segment)
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Differentialdiagnose
- M. Crohn/Colitis ulcerosa
- Diverticulitis
- N. coli

bei Leberbeteiligung:
- Hepatom
- Echinokokkose
- Cholecystitis
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Therapie
Metronidazol (3 x 750 bzw. 500 mg/d i.v. oder oral über 5–10 Tage),
ev. gefolgt von einem Darmlumen-Amöbizid zur Rezidivprophylaxe: Paromomycin 3 x 500 mg/d p.o. über 7 Tage) oder Diloxanidfuroat (3 x 500 mg/d p.o. über 10 Tage).

Bei Leberabszess entsprechend längere Therapiedauer, Abszess > 12 cm sollte drainiert werden.
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Komplikationen
- Toxisches Megacolon
- Amöbom
- Hirnbeteiligung
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Achtung !
Bei Patienten mit Durchfall, Atemnot und pleuritischen Schmerzen an rupturierten Leberabszess denken.
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Prävention / Follow-up
Prävention durch Abkochen des Trinkwassers, sorgfältiges Waschen /Schälen von Obst und Gemüse, Vermeidung von faeko-oralem Kontakt bei sexuellen Aktivitäten.
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Links
AKH-Consilium / Infektiöse Darmerkrankungen
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01XAndere Antibiotika
 J01XDImidazol-Derivate
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PAntiparasitäre Mittel, Insektizide und Repellenzien
P01Mittel gegen Protozoen-Erkrankungen
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 P01ABNitroimidazol-Derivate
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