ASPERGILLOSE, INVASIVE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Inkubationszeit Klinik Diagnostik
Therapie Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up  
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Aspergillus fumigatus, Bronchus
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Definition
Aspergillus-Mykose, meist opportunistische Infektion des stark abwehrgeschwächten Organismus.
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Erreger
Ätiologie
Aspergillus ist ein ubiquitär auftretender Schimmelpilz mit septierten Hyphen. Erkrankungen beim Menschen werden meist durch A. fumigatus oder A. flavus, seltener durch A. niger und A. terreus verursacht.
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Epidemiologie
Inzidenz:
Die invasive Aspergillose ist nach der invasiven Candidose die häufigste invasive Mykose bei immunsupprimierten Patienten.

Risikofaktoren:
Prädisponierende Faktoren sind Granulozytopenie, Knochenmark- oder Organtransplantation, Langzeit-Steroidbehandlung, zystostatische Chemotherapie und angeborene oder erworbene Immundefekte (HIV).
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Inkubationszeit
variabel, einige Tage bis Wochen.
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Klinik
Pulmonale Aspergillose:
Unspezifische Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot. Andere Symptome sind pleuritische Schmerzen, Gewichtsverlust und Hämoptysen. Die klinische Symptomatik kann einer bakteriellen Pneumonie ähnlich sein.
Bei neutropenischen Patienten kann Fieber dem Nachweis pulmonaler Infiltrate bis zu 14 Tage vorausgehen.

Sinus-Aspergillose:
Fieber, lokale Schmerzen und Druckempfindlichkeit, Ausfluss aus Ohr oder Nase, Kopfschmerzen.

ZNS-Aspergillose:
Epilepsie-ähnliche Anfälle und fokale neurologische Defizite, abhänig von der Lokalisation der Läsion. Meningitis nur sehr selten. In Einzelfällen wurde eine invasive Aspergillose auch im Knochen, Endokard oder der Haut beobachtet.
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Diagnostik
Die definitive Diagnose ergibt sich aus positiver Histologie und Kulturnachweisaus primär sterilem Material. Sputum-Kulturen sind nicht beweisend, da Aspergillus häufig als kolonisierender Keim im Respirationstrakt vorliegt. Blutkulturen (auch bei Endocarditis) sind zumeist negativ. Antikörpertests derzeit noch in Evaluierung.
CT und MRI sind nicht pathognomisch, werden jedoch für Verlaufskontrolle benötigt.
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Therapie
Wenn möglich sollte eine chirurgische Sanierung erfolgen.

Weiters Gabe von
Voriconazol (Tag 1: 2 x 6 mg/kg/d i.v., ab Tag 2: 2 x 4 mg/kg/d i.v. bzw. 2 x 200 mg/dp.o.),
Amphotericin B (bis zu 1,5 mg/kg/d) oder liposomales Amphotericin B (4–5 bis 8 mg/d/kg) bei Intoleranz.

Andere Therapieoptionen inkludieren
Itraconazol und Caspofungin (Tag 1: 70 mg i.v., ab Tag 2: 50 mg i.v.).

Durch die Grunderkrankungen der betroffenen Patienten ist die Mortalität der invasiven Aspergillose sehr hoch mit bis zu 80 %, umgehende und intensive Therapie ist daher imperativ.
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Komplikationen
Ausbildung eines Aspergilloms in präformierten Höhlen (zumeist bei Zustand nach Tuberkulose)
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Achtung !
Keine Aspergillus-Aktivität bei Fluconazol!
Wechselwirkungen von Itraconazol mit anderen Medikamenten (Cyclosporin, Digoxin, Tacrolimus) beachten. Bei Ruptur eines Hilus-nahen Aspergilloms: oft letale Hämoptyse.
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Prävention / Follow-up
Abschirmung von Risikopatienten (Blumentöpfe, Renovierungsarbeiten), Einsatz von speziellen Luftfiltern, antimykotische Prophylaxe umstritten.
Bei Patienten mit Aspergillom-Bildung hohe Rezidivgefahr, vor allem in neutropenischen Phasen.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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