BILHARZIOSE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Alternativen Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up  
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Darmschistosomiasis (Rektoskopie)
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Schistosomiasis der Blase (Zystoskopie)
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Synonyme
Schistosomose
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Definition
Endemisch auftretende Infektionserkrankung durch Trematoden der Gattung Schistosoma, meist perkutan mit lokalen und disseminierten Läsionen.
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Erreger
Ätiologie
Schistosoma mansoni, S. japonicum, S. mekongi, S. haematobium und S. intercalatum sind Würmer von 1 bis 2 cm Länge, die eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren haben.
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Epidemiologie
Inzidenz:
S. mansoni: Afrika, Südamerika, Naher Osten
S. japonicum: Ostasien
S. mekongi: Laos
S. haematobium: Mittlerer Osten, Afrika
S. intercalatum: Afrika

Risikofaktoren:
stehende Gewässer mit Wasserschneckenpopulationen
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Übertragung
Schistosomen leben im Venenplexus von Mesenterium und Harnblase. Während ein Teil der Eier in den Blutgefäßen persistiert, gelangt der andere Teil über Harn und Stuhl in die Umwelt (stehende Gewässer). Nach der Infektion des Zwischenwirtes, der Wasserschnecke, werden Zerkarien gebildet, die über Haut und Schleimhaut in den menschlichen Körper eindringen und primär in die Leber, später wieder in den Venenplexus gelangen.
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Inkubationszeit
2 bis 3 Wochen.
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Klinik
Bildung juckender Quaddeln und Petechien an der Penetrationsstelle. 4 bis 8 Wochen nach Infektion entwickeln Patienten Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Husten (Katayama-Fieber). In der nachfolgenden chronischen Phase kommt es, je nach Ort der Eierablage, zu abdominellen Schmerzen, Durchfall, Pfortaderhypertonie, Hepatomegalie, pulmonaler Hypertonie oder chronischer Urogenitalinfektion.
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Diagnostik
Eosinophilie während der Dissemination. Nachweis der Eier in Stuhl oder Urin, Biopsate aus Blase oder Rektum. Serologische Tests.
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Differentialdiagnose
- Amöbiasis
- Shigellose
- Leishmaniasis
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Therapie
Praziquantel (2 x 20 mg/kg an Tag 1 bei S. mansoni und S. haematobium, 3 x 20 mg/kg an Tag 1 bei S. mekongi und S. japonicum)
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Alternativen
Metrifonat (7,5 bis 10 mg/kg p.o. als Einmalgabe, 2 x in 2-wöchigem Abstand wiederholen), Oxamniquin (15 mg/kg p.o. als Einmalgabe, in Nord- und Ostafrika: 20 mg/kg/dp.o. über 3 Tage).
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Komplikationen
- Blasenkarzinom nach Infektion durch S. haematobium
- Chronische Polypose nach Infektion durch S. mansoni
- Befall des ZNS mit Myelitis.
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Achtung !
Ultraschall kann periportale Fibrose/Hepatosplenomegalie oder Hydroureter/Hydronephrose nachweisen.
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Prävention / Follow-up
Verbesserung der Abwasserentsorgung, Reduktion der Schneckenpopulation. Kein Schwimmen in kontaminiertem Wasser.
Nachkontrolle von Leberfunktion und Urogenitaltrakt-Dysfunktionen.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01ATetracycline
 J01AA
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01DAndere Betalactam-Antibiotika
 J01DACefalosporine und verwandte Substanzen
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01ESulfonamide und Trimethoprim
 J01EATrimethoprim und Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01EEKombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim, inkl. Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01MChinolone
 J01MAFluorchinolone
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
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