BRONCHIEKTASEN
 
Definition Erreger Epidemiologie
Klinik Diagnostik Therapie
Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot  
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Definition
Chronische Atemwegserkrankung mit sackförmiger oder zylindrischer Erweiterung der Bronchien (meist basal).
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Erreger
– Außer den Leitkeimen der chronischen Bronchitis (Haemophilus influenzae, Streptococcus pneumoniae) häufige Besiedlung mit "Problemkeimen" (Pseudomonas aeruginosa, Klebsiellen, Proteus).
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Epidemiologie
Ätiologie
– Angeboren: Folge einer gestörten Differenzierung der Alveolen, so dass die Bronchien in Blindsäcken enden. Meist sind mehrere Lungenlappen, selten beide Lungen insgesamt betroffen. Bei Kombination mit Situs inversus, fehlenden Stirnhöhlen und chronischer Sinusitis: Kartagener-Syndrom
– Erworben: nach Infektionskrankheiten (Masern, Keuchhusten), poststenotische Entzündung bei Fremdkörperaspiration, Tumoren und Bronchustuberkulose sowie bei Mukoviszidose, sekundär durch Schrumpfung des Lungenparenchyms bei Fibrose

Häufigkeit
Durch Impfungen, Antibiotika-Therapie und Rückgang der Tuberkulose sind schwere Formen der Bronchiektasie selten geworden
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Klinik
Symptome
– rezidivierende Atemwegsinfekte seit der Kindheit
– Husten und eitriger, manchmal hämorrhagischer Auswurf
– grobblasige Rasselgeräusche, meist über den Lungenunterfeldern
– gelegentlich Trommelschlegelfinger. Zyanose und Belastungsdyspnoe sind Spätfolgen
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Diagnostik
Thoraxaufnahme
– Ein unauffälliges Röntgenbild schließt Bronchiektasen nicht aus!
– Im Leerbild können verdickte Bronchialwände als "Doppelgleisschatten" abgebildet sein
– In Schichtaufnahmen Ringfiguren mit Flüssigkeitsspiegeln
– Vermehrte retikuläre Zeichnung bei peribronchialer Fibrose
– Bronchographie: einzige sichere Methode zum Nachweis
Indikation zur Bronchographie:
• Sicherung der Diagnose bei klinischem Verdacht
• Zur Beurteilung der Lokalisation und der Ausdehnung (wichtig sowohl für die konservative wie auch für die operative Behandlung) Es ist sinnvoll, die Bronchographie mit einer Fiberglasbronchoskopie zu kombinieren
• Vor der Kontrastmittelfüllung kann Sekret abgesaugt und bakteriologisch untersucht werden
– Bei poststenotischen Bronchiektasen kann die Schleimhautbiopsie zur Klärung der Ursache beitragen (Fremdkörper, Tumoren, narbige Stenosen nach Tuberkulose)
– Sputum-Bakteriologie und Antibiogramm
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Therapie
– Die Gabe von Antibiotika ist die wichtigste therapeutische Maßnahme.
– In Frage kommen Aminopenicilline, Tetrazykline, Cotrimoxazol, Makrolide (bei Kindern statt Tetrazyklin), Gyrasehemmer
– Bei Versagen ggf.andere Antibiotika erforderlich: z.B. Aminoglykoside, Cefalosporine, Piperacillin

Operation
– Die Indikation wird heute selten gestellt. Zu diskutieren ist ein operativer Eingriff unter folgenden Voraussetzungen
• Unbefriedigendes Ergebnis einer adäquaten konservativen Behandlung
• Bronchiektasen auf 2 bis 3 Segmente begrenzt, möglichst einseitig
– Komplikationen
• Pleuraschwarte
• Späteres Auftreten von Bronchiektasen in der überdehnten Restlunge
– Kontraindikationen
• Alter < 6 bzw. > 40 Jahre
• Obstruktive Bronchitis, ausgeprägte Fibrosierung, Emphysem
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Komplikationen
Die wichtigste Komplikation ist die obstruktive Bronchitis (s. a. COPD). Lungenfunktionsprüfungen zur Verlaufsbeurteilung sind erforderlich, damit die Atemwegsobstruktion frühzeitig erfasst und behandelt werden kann.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01ATetracycline
 J01AA
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 J01CBetalactam-Antibiotika, Penicilline
 J01CAPenicilline mit erweitertem Wirkungsspektrum
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 J01CRKombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-Inhibitoren
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 J01DAndere Betalactam-Antibiotika
 J01DACefalosporine und verwandte Substanzen
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01ESulfonamide und Trimethoprim
 J01EATrimethoprim und Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01EEKombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim, inkl. Derivate
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 J01FMakrolide und Lincosamide
 J01FAMakrolide
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 J01GAminoglykosid-Antibiotika
 J01GBAndere Aminoglykoside
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 J01MAFluorchinolone
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