BRUCELLOSE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Alternativen Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up  
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Definition
Primäre Zoonose mit septischem Krankheitsbild, zyklischen Fieberschüben und systemischen Manifestationen (Leber, Milz, Gelenke).
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Erreger
Ätiologie
Brucella species: kleine, gramnegative Coccobacillen.
Brucella abortus bovi (M. Bang), Brucella melitensis (Maltafieber), Brucella suis (Febris undulans suis) und Brucella canis sind die humanpathogenen Species.
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Epidemiologie
Inzidenz:
weltweite Verbreitung bei Haustieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde). Endemiegebiete in den Mittelmeerländern, Asien, Afrika und Zentral- und Südamerika.

Risikofaktoren:
"Berufserkrankung". Gefährdet sind landwirtschaftliche Arbeiter, Fleischverarbeiter und Tierärzte.
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Übertragung
Übertragung durch Kontakt mit erkrankten Tieren oder durch kontaminierte Michprodukte.
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Inkubationszeit
Die IKZ ist sehr variabel, zwischen 1 Woche und 2 Monaten.
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Klinik
Zuerst unspezifische Symptome wie undulierende Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Nachtschweiß und Arthralgien, die in ein septisches Zustandsbild übergehen. Danach kommt es zu granulomatösen Prozessen mit Hepatosplenomegalie, Lymphadenopathie und osteoarticuläre Beteiligung (Sacroiliitis, Coxitis, lumbale und cervikale Spondylitis). Weiters kommen Orchitis/Epididymitis und Endocarditis vor. Patienten entwickeln häufig Depressio. Prinzipiell kann die Brucellose jedes Organ betreffen, hohe Rezidivrate.
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Diagnostik
Erregernachweis im Blut, Knochenmark oder anderen Materialien (Milz- oder Gelenkspunktat, Harn). Falsch-positive Seorologie-Ergebnisse durch Kreuzreaktion mit Vibrionen, Francisellen und Yersinien.
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Differentialdiagnose
- Typhus
- Miliartuberkulose
- Malaris
- Mononukleose
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Therapie
Doxycyclin (2 x 100 mg/d p.o.) in Kombination mit Rifampicin (600 bis 900 mg/d p.o.) über 5 bis 7 Wochen.
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Alternativen
Kombination aus Doxycyclin und Gentamicin/Netilmycin (3 bis 5 mg/kg/d) bei Osteomyelitis (Langzeittherapie), Meningitis oder Endocarditis. Ev. auch Chinolone.
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Komplikationen
Hohe Rezidivrate auf Grund von Sequestration in Gewebe mit niedrigem Antibiotikaspiegel.
- Paravertrebraler Abszess
- Pneumopathien
- psychoneurotische Symptome
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Achtung !
Frühzeitiger Klappenersatz bei Brucellen-Endocarditis. Jarisch-Herxheimer-Reaktion gelegentlich nach Beginn der Antibiotikatherapie zu beobachten.
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Prävention / Follow-up
Eradikation des Pathogens bei Nutz-/Haustieren. Abkochen/Pasteurisieren von Milchprodukten. Lange Follow-up-Periode auf Grund von häufigem Relaps.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01ATetracycline
 J01AA
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 J01ESulfonamide und Trimethoprim
 J01EATrimethoprim und Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01EEKombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim, inkl. Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01FMakrolide und Lincosamide
 J01FFLincosamide
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01GAminoglykosid-Antibiotika
 J01GBAndere Aminoglykoside
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01MChinolone
 J01MAFluorchinolone
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
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