CHOLERA
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Alternativen Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up Weitere Informationen
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"Reiswasserstuhl" bei Cholera
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Definition
Sowohl epidemisch als auch endemisch auftretende Durchfallserkrankungen, ausgelöst durch Vibrio cholerae.
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Erreger
Ätiologie
Vibrionen sind bewegliche, gramnegative Bazillen. Zwei Biotypen: Vibrio cholerae (50 % der Infizierten entwickeln Durchfall) und Vibrio El Tor (1 bis 20 % der Infizierten entwickeln Durchfall). Erreger leben im Wasser (Algen, Schalentiere). Krankheit wird durch bakterielles Enterotoxin ausgelöst.
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Epidemiologie
Inzidenz:
Epidemien und Endemien.
In den letzten 200 Jahren: mind. 7 Pandemien weltweit.
Verbreitung v. a. in Südostasien, Afrika, Südamerika.

Risikofaktoren:
niedere sanitäre Standards.
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Übertragung
Infektion über kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel, Übertragung über Stuhl von Erkrankten (Erregerausscheidung über 2 bis 3 Wochen).
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Inkubationszeit
zwischen 12 und 72 Stunden (abhängig von Inokulum und pH-Wertes des Magens).
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Klinik
Wässriger Durchfall mit Erbrechen, 1 bis 3 l Flüssigkeitsverlust/Tag, im Extremfall bis zu 20 l/Tag (Reiswasserstuhl). Ausgeprägte Exsikkose, Krämpfe, Benommenheit, Stupor. Ohne Behandlung liegt die Mortalität zwischen 10 und 50 %.
Selten: Cholera fulminans (foudroyanter Verlauf) und Cholera sicca (ohne Brechdurchfall, oft letal durch Kreislaufschock).
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Diagnostik
Erregernachweis im Stuhl (Gram-Färbung), kultureller Nachweis, Schnelltest.
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Differentialdiagnose
- Salmonellose
- Shigellose
- Amöbiasis

bei Kindern:
- Rota-Virus-Infektion
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Therapie
Ausreichende Flüssigkeitssubstitution ist die wichtigste Maßnahme, Azidose-Ausgleich.

Sekundär Gabe von Antibiotika: Tetracyclin (2 x 500 mg/d p.o. über 3 Tage), Ciprofloxacin (2 x 500 mg/d p.o. über 3 Tage), Levofloxacin (1 x 500 mg/d für 3 d)
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Alternativen
Cotrimoxazol

Schwangere: Cotrimoxazol oder Erythromycin
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Komplikationen
- Sekundäre Infektionen (Lunge, Mittelohr, Haut)
- Niereninsuffizienz (postcholerische Urämie)
- Thrombophlebitiden
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Achtung !
50 % aller Schwangeren mit Cholera erleiden Fehlgeburt. Entwicklung von lokalen Resistenzmustern.
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Prävention / Follow-up
Abkochen oder Chlorieren von Wasser, Verbesserung der Abwasserbeseitigung. Prophylaktische Antibiotikagabe bei Ausbrüchen.
Keine Langzeitausscheider.
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Weitere Informationen
Zentrum für Reisemedizin (www.reisemed.at)

Cholera
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01ATetracycline
 J01AA
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01ESulfonamide und Trimethoprim
 J01EEKombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim, inkl. Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01MChinolone
 J01MAFluorchinolone
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
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