DENGUE FIEBER
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Prophylaxe Diagnostik Differentialdiagnose
Therapie Handelspräparate aus dem Pharmaangebot  
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Synonyme
Siebentagefieber
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Definition
Durch Dengue-Virus (Typ 1-4) verursachte und von Mücken übertragene, fieberhafte Infektionskrankheit der Tropen und Subtropen
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Erreger
Dengue-Virus (RNA-Virus, Genus Flaviviren, Familie Togaviridae), vier unterschiedliche Serotypen
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Epidemiologie
– Verbreitung in den subtropischen und tropischen Gebieten Asiens, Afrikas, Zentral- und Südamerikas
– in endemischen Gebieten größte Erkrankungshäufigkeit in der Altersgruppe der 2 - 15 jährigen
– sporadisches Auftreten und große epidemische Ausbrüche, seit Anfang der 90er Jahre Ausbreitung in Südasien (Indien, Pakistan, Sri Lanka, Malediven, China) sowie Nord/Zentral- (Mexiko, zentralamerikanische Landbrücke) und Südamerika (Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Brasilien) sowie Nordostaustralien
– Krankheitshäufigkeit: ca. 1 Fall/1.000 Reisende in Endemiegebiete
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Übertragung
– Stich durch infizierte Mücke (meist Aedes aegypti)
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Inkubationszeit
– 5 - 8 Tage
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Klinik
Drei verschiedene Manifestationsarten:

– Denguefieber:
abrupter von Muskel- und Gelenkschmerzen begleiterer Fieberanstieg auf Werte bis zu 40°C, häufig masern- oder scharlachartiges Exanthem, Fieber-Kontinua für 2 Tage, Fieberanfall und erneuter Anstieg am 7. Krankheitstag, danach Ausheilung, insgesamt günstige Prognose

– Dengue-hämorrhagisches Fieber:
Fieber-Kontinua, spontane Blutungen, bei schwerem Verlauf Tachykardie, Hypotonie, Übergang in

– Dengue-Schocksyndrom:
mit Blutwerten bis unter 20 mm Hg, Schockzeichen, Erhöhung der Serum-Transaminasen, Prognose abhängig von rechtzeitiger Schockbehandlung, Letalität zwischen 12 und 44 %.

Weitere Dengue-Fieber-Komplikationen:
– Hepatitis, Kardiomyopathie, Enzephalopathie
– Vertikale Transmission mit neonatalem Denguefieber und häufigem Übergang in Dengue-Schocksyndrom möglich
– nosokomiale Übertragung (Kanülenstich)
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Prophylaxe
– Vektorkontrolle (Mückenbekämpfung) bislang einzige Möglichkeit, tetravalente Vakzine in Entwicklung
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Diagnostik
Serologische Diagnostik IgM- und IgG-Antikörpernachweis mittels ELISA und Immunoblot, Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren möglich
– Erregernachweis in Speziallaboratorien (bis zum 5. Krankheitstag) kaum indiziert
– Anzuchtversuch mit Hilfe von Aedes albopictus-Zellen
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Differentialdiagnose
– Malaria, Typhus, Leptospirose, Erkrankungen durch West-Nile-, Sindbis-, Mayro-, Ross-River- und Chikungunya-Virus-Infektionen
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Therapie
– symptomatisch
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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