Durch eine Vielzahl von Erregern hervorgerufene Durchfallserkrankungen, oft bei/nach Aufenthalten im Ausland.
Ätiologie
Viren:
Norwalk-,
Astro-,
Adeno-,
Rotaviren der Gruppe A.
Bakterien:
Salmonellen,
Shigellen,
Yersinien,
Campylobacter, enteropathogene/enterohämorrhagische
E. coli,
Staphylococcus aureus-Toxin,
Clostridium difficile.
Parasiten:
Entamoeba histolytica,
Cryptosporidium parvum
Inzidenz:
Hochrisiko (bis zu 50 % der Reisenden): Lateinamerika, Asien, Afrika;
mittleres Risiko (10 bis 20 %): Südeuropa, Israel, Karibik;
niederes Risiko (weniger als 8 %): Nordeuropa, USA, Kanada, Australien, Japan.
Risikofaktoren:
Reisen in Risikogebiete, Low-budget-Tourismus.
Je nach Erreger, zumeist jedoch durch kontaminiertes Wasser, Lebensmittel oder durch direkten Kontakt.
IKZ von Stunden bis Tage, erregerspezifisch
Wässrige Stühle, in 2 bis 10 % auch blutige Stühle, Krämpfe, Übelkeit/Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Arthralgien.
Verlauf von passageren, leichten Durchfällen bis zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Exsikkose und Schock.
Klinische Symptome.
Erregernachweis aus Stuhl oder Blut.
- Diarrhoen durch Nahrungsmittelallergien, Schwermetalle, Medikamente
- Aktinische Diarrhoe
- Malabsorptionssyndrome, angeborene Immunstörungen.
Flüssigkeits- und Elektrolytersatz.
Opiate wie Codein oder Loperamid führen zur Reduktion der Netto-Sekretion.
Bakterielle Diarrhoe:
Fluorchinolone oder
Rifaximin
Parasitäre Diarrhoe:
Metronidazol oder
Paromomycin
- Azidose
- Nierenversagen
- Schock
Bei enterohämorrhagischer E. coli keine Antibiotika (akutes Nierenversagen durch vermehrte Toxinproduktion).
Abkochen von Wasser, kein ungeschältes Gemüse/Obst essen. Vorsicht bei Milchprodukten.
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