Infektion durch Echinococcus sp. mit unterschiedlichen Manifestationen.
Ätiologie
Echinococcus granulosus (Hundebandwurm): zystische Echinokokkose
Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm): alveoläre Echinokokkose
Echinococcus vogeli: polyzystische Form.
Inzidenz:
Weltweite Verbreitung in Fuchs- und Hundepopulationen.
Risikofaktoren:
Endemie-Gebiete, enger Kontakt zu Tieren (Kinder)
Befallene Tiere scheiden Eier mit dem Kot aus. Die Übertragung erfolgt entweder als Schmierinfektion oder über kontaminierte Beeren und Pilze. Aufgenommene Eier gelangen durch die Darmwand in die Leber, wo sie sich als Hydatidenzyste einkapseln oder zur Lunge weiterwandern. Schafe stellen Zwischenwirte dar.
Lange IKZ von 1 bis mehreren Jahren.
Zystische Echinokokkose:
Ikterus mit Oberbauchschmerzen und Urtikaria, solider zystischer Lebertumor, ev. auch in Lunge, Gehirn, Knochen.
Alveoläre Echinokokkose:
Infiltrative Ausbreitung ohne Bindegewebskapsel. Echinokokkus-Zysten wachsen sehr langsam, Beschwerden treten erst nach Jahren auf.
Mikroskopische Untersuchung von befallenem Gewebe, Komplementbindungsreaktion in 50 % der Fälle positiv, Kalzifikation der Hydatidzystenwand im Ultraschall oder Röntgen sichtbar.
- Tuberkulose
- Amöbenabszess
- Kongenitale Zyste
- Malignom
Gabe von
Albendazol (2 x 400 mg/ p.o. über 4 Wochen, 14 Tage Pause, danach Wiederholung, bis zu 6 Zyklen und länger)
Amphotericin B
Interventionell-chirurgische Maßnahmen wie Aspiration des Zysteninhaltes oder Entfernung der intakten Zyste.
Bakterielle Superinfektion der Hydatidzyste, Zystenruptur mit Perforation in die freie Bauchhöhle, Einwachsen in andere Organe (Lunge, Milz).
Anaphylaktoide Reaktion bei Zystenruptur.
Massenbehandlung von Hunden gegen E. granulosus, Waschen/Kochen von Beeren und Pilzen.
Monitoring von Rezidiven selbst nach operativer Zystenentfernung durch Tochter-Hydatidzysten.
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| P | Antiparasitäre Mittel, Insektizide und Repellenzien |
| P02 | Anthelmintika |
| | P02C | Nematodenmittel |
| | P02CA | Benzimidazol-Derivate |
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