ECHINOKOKKOSE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Alternativen Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Achtung ! Prävention / Follow-up  
goto top of page
 
Adulter Echinococcus granulosus
   
goto top of page
Definition
Infektion durch Echinococcus sp. mit unterschiedlichen Manifestationen.
goto top of page
Erreger
Ätiologie
Echinococcus granulosus (Hundebandwurm): zystische Echinokokkose
Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm): alveoläre Echinokokkose
Echinococcus vogeli: polyzystische Form.
goto top of page
Epidemiologie
Inzidenz:
Weltweite Verbreitung in Fuchs- und Hundepopulationen.

Risikofaktoren:
Endemie-Gebiete, enger Kontakt zu Tieren (Kinder)
goto top of page
Übertragung
Befallene Tiere scheiden Eier mit dem Kot aus. Die Übertragung erfolgt entweder als Schmierinfektion oder über kontaminierte Beeren und Pilze. Aufgenommene Eier gelangen durch die Darmwand in die Leber, wo sie sich als Hydatidenzyste einkapseln oder zur Lunge weiterwandern. Schafe stellen Zwischenwirte dar.
goto top of page
Inkubationszeit
Lange IKZ von 1 bis mehreren Jahren.
goto top of page
Klinik
Zystische Echinokokkose:
Ikterus mit Oberbauchschmerzen und Urtikaria, solider zystischer Lebertumor, ev. auch in Lunge, Gehirn, Knochen.

Alveoläre Echinokokkose:
Infiltrative Ausbreitung ohne Bindegewebskapsel. Echinokokkus-Zysten wachsen sehr langsam, Beschwerden treten erst nach Jahren auf.
goto top of page
Diagnostik
Mikroskopische Untersuchung von befallenem Gewebe, Komplementbindungsreaktion in 50 % der Fälle positiv, Kalzifikation der Hydatidzystenwand im Ultraschall oder Röntgen sichtbar.
goto top of page
Differentialdiagnose
- Tuberkulose
- Amöbenabszess
- Kongenitale Zyste
- Malignom
goto top of page
Therapie
Gabe von Albendazol (2 x 400 mg/ p.o. über 4 Wochen, 14 Tage Pause, danach Wiederholung, bis zu 6 Zyklen und länger)
goto top of page
Alternativen
Amphotericin B

Interventionell-chirurgische Maßnahmen wie Aspiration des Zysteninhaltes oder Entfernung der intakten Zyste.
goto top of page
Komplikationen
Bakterielle Superinfektion der Hydatidzyste, Zystenruptur mit Perforation in die freie Bauchhöhle, Einwachsen in andere Organe (Lunge, Milz).
goto top of page
Achtung !
Anaphylaktoide Reaktion bei Zystenruptur.
goto top of page
Prävention / Follow-up
Massenbehandlung von Hunden gegen E. granulosus, Waschen/Kochen von Beeren und Pilzen.
Monitoring von Rezidiven selbst nach operativer Zystenentfernung durch Tochter-Hydatidzysten.
goto top of page
Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

PAntiparasitäre Mittel, Insektizide und Repellenzien
P02Anthelmintika
 P02CNematodenmittel
 P02CABenzimidazol-Derivate
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8