ENDOPHTHALMITIS
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Klinik Diagnostik
Differentialdiagnose Therapie Komplikationen
Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Achtung ! Prävention / Follow-up
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Definition
Entzündung der Augenhöhle und angrenzender Strukturen, bei Infektion der gesamten Augenstruktur spricht man von Panophthalmitis.

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Erreger
Ätiologie
Bakterien:
Staphylokokken, Streptokokken, Enterokokken, Enterobacteriacae, Pseudomonas aeruginosa, Bacillus spp. , Proteus spp.., Mycobacteria spp., Treponema pallidum

Pilze:
Candida spp., Blastomyces dermatitides, Coccidoides immitis, Aspergillus spp., Mucor spp., Fusarium spp., Penicillium spp.

Viren:
CMV, Herpes simplex/zoster, Rubella, Rubeola

Parasiten:
Taenia solium, Toxocara canis, Toxoplasma gondii
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Epidemiologie
Inzidenz:
nach Kataraktoperationen: 0,078 bis 0,53 %
nach penetrierendem Trauma: 3,3 bis 17 %

Risikofaktoren:
Septischer Focus, chronische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Immunsuppression
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Übertragung
Zumeist entwickelt sich eine Endophthalmitis durch hämatogene Aussaat (septische Embolie von Herzklappe oder Zahnabszess), nach einer Augenoperation (bis zu Jahre später) oder nach einer okkulten Penetration/Trauma. Mischinfektionen sind bei Traumagenese besonders häufig.
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Klinik
Symptome sind Schmerzen und Rötung, Erblindung kann innerhalb weniger Stunden auftreten. Schmerzen bei Augenbewegungen sind typisch für eine Panophthalmitis.
Weiters: Trübung des Glaskörpers, retinale Hämorrhagien (Roth-Zeichen) bei subakuter bakterieller Endokarditis.
Phakogene Endophthalmitis: einseitige Uveitis infolge Autoimmunisierung gegen Linsenproteine.
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Diagnostik
Erregernachweis aus Kammerwasser oder Glaskörper besonders wichtig auf Grund der Vielzahl der in Frage kommenden Erreger, Blutkulturen.
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Differentialdiagnose
- Idiopathische Uveitis
- postoperative sterile Inflammation
- Tumoren
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Therapie
Intravitreale Injektion mit Ampicillin 0,5 mg, Oxacillin 0,5 mg, Cefazolin + Ceftazidim 1–2 mg, Penicillin G 600 E, Vancomycin und Clindamycin 1 mg, ev. Amikacin 0,4 mg

Die Lokaltherapie muss immer durch eine hochdosierte systemische Therapie ergänzt werden.

Möglichst breite Therapien:
Vancomycin + Amikacin + Metronidazol; Ciprofloxacin + Rifampicin; Imipenem/Meropenem

Bei Pilzinfektionen:
hochdosiert Fluconazol ± ev. Amphotericin B 0,005 mg intravitreal
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Komplikationen
- Erblindung
- Phthisis
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Achtung !
Die akute bakterielle Endophthalmitis ist ein ophthalmologischer Notfall, keinesfalls ist hier Lokaltherapie ausreichend!
Frühzeitig an Vitrektomie denken!
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Prävention / Follow-up
Prophylaxe bei penetrierenden Augenverletzungen mit Vancomycin und Amikacin oder Ceftazidim (i.v.), ev. auch intravitreale Gabe. Strenges Monitoring bei Patienten mit bekannten septischen Herden oder Fungämie.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
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