Schwere systemische Erkrankung mit Fieber, Leber- und Nierenschäden.
Ätiologie
Erreger ist das
Gelbfieber-Virus (RNA-Virus aus der Familie der Flaviviren).
Inzidenz:
Regenwälder Mittel- und Südamerikas, weite Gebiete Afrikas. Unterscheidung zwischen Städte- und Buschgelbfieber.
Risikofaktoren:
Reisen in endemische Gebiete, vor allem in der Regenzeit. Keine Schutzimpfung.
Übertragung durch Stechmücken. Menschen und Affen stellen Reservoir dar.
Spektrum reicht von asymptomatischer Erkrankung bis zum letalen Verlauf.
Drei Stadien: Infektion (Fieber, Schüttelfrost, Myalgien, Kopfschmerzen), Remission (nach 3 bis 4 Tagen Fieber) und Intoxikation (Mortalitätsrate bis zu 50 %, Leber- und Nierenversagen, Myokarditis, disseminierte intravasale Gerinnung, Hämatemesis).
Erregernachweis in der Zellkultur am Beginn der Erkrankung, Serologie oft durch kreuzreagierende Antikörper verfälscht.
- Hämorrhagisches Fieber (Ebola, Lassa …)
- akute Hepatitis
- Malaria
Keine spezifische Therapie. Wenn möglich, Intensivbehandlung.
Bakterielle Infektionen beim akut kranken Patienten sind häufig letal. Arrhythmien nach Myokarditis.
Immunisierung erst nach 7 bis 10 Tagen wirksam, hält 10 Jahre. Keine Impfung bei Kindern unter 4 Monaten (Enzephalitis!). Quarantäne-Pflicht.
Eradikation von Stechmücken, Schutzimpfung. Überlebende sind durch hohen Antikörperspiegel immun. Kardiologische Nachkontrolle.
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