Spezifische Infektion
– Tbc bei Kindern
Chemotherapie (Initialbehandlung über 2–3 Monate, z. B.
Rifampicin,
Isoniazid,
Streptomycin,
Pyrazinamid; dann Erhaltungstherapie über 8 Monate, z. B. Rifampicin, Isoniazid)
– Lues ohne Gelenkdestruktion
Penicillin über 3 Wochen, erst Ruhigstellung, dann Physiotherapie
– Tbc bei Erwachsenen, Lues mit Destruktion
Ossären Herd operativ ausräumen, Spongiosaplastik; befallene Synovialis ektomieren; bei Destruktion Resektionsarthrodese oder sekundär Rekonstruktion oder Arthrodese, Korrekturen von Ankylosen in Fehlstellung
Unspezifische Infektion
Säuglinge
– Stationäre Behandlung, Punktion (Entlastung, Keimnachweis), sofort parenteral staphylokokkenwirksames Antibiotikum, später nach Antibiogramm
– Leichter Verlauf: Gipsruhigstellung, Mobilisation (BKS ↓, 2–3 Wochen)
– Schwerer Verlauf (Sepsis, rezidivierender Erguss): operativer Eingriff (Gelenktoilette, Synovektomie, Spül-Saug-Drainage), Ruhigstellung in Funktionsstellung
Größere Kinder und Erwachsene
– Stationäre Aufnahme, Punktion (Entlastung, Keimnachweis), sofort parenteral hochdosiert staphylokokkenwirksame
Antibiotika, zum Beispiel
Fosfomycin in Kombination mit Penicillin oder Cefalosporinen oder Gyrasehemmer bei Osteomyelitis (Einschränkung:Kinder, Knorpelwachstum), später nach Antibiogramm
– Bei Ergüssen und Temperatur operativer Eingriff (perioperativ Antibiotika, Gelenktoilette, Synovektomie, evtl. Spül-Saug-Drainage), Ruhigstellung in Funktionsstellung
Später bei Fehlstellung oder Fehlwachstum Korrekturosteotomie, Gelenkrekonstruktion, Verlängerungsosteotomie; bei fibröser Ankylose und progredienter Fehlstellung Arthrodese
Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung: Verabreichung von NSAR, in speziellen Fällen Analgetika