Exanthematische Infektionskrankheit durch Rubeola-Virus, Kinderkrankheit
Ätiologie
Übertragung als Tröpfcheninfektion durch
RNA-Virus aus der Familie der Togaviridae, meist milder Verlauf, aber bedrohlich für den Fetus in utero bei oft asymptomatischer Mutter.
Inzidenz:
Höchste Inzidenz zwischen 5 und 14 Jahren, weltweite Verbreitung. Mit Einführung der Impfung deutliche Senkung der Häufigkeit.
Risikofaktoren:
keine Impfung
Akute Phase mit milder, unspezifischer Infektion der oberen Atemwege, danach Entwicklung eines blassroten, makulopapulösem Exanthems (nicht konfluierend, Beginn am Gesicht, dann Hals, Rumpf und Extremitäten). Häufig nuchale und retroaurikuläre Lymphknotenschwellung. Arthralgien.
Kongenitale Röteln:
Totgeburt, niedriges Geburtsgewicht, geistige Behinderung, Taubheit, Katarakt, Diabetes, Hypoplasie der Pulmonalarterie.
Klinisches Bild.
Oft Leukopenie mit erhöhten atypischen Lymphozyten.
Serologie(IgM- oder IgG-AK).
PCR-Assay für den Nachweis von viraler RNA im Fruchtwasser.
- Masern
- Scharlach
- Ringelröteln
- EBV
- Echo
- Coxsackieviren
Keine Behandlung bei postnataler Infektion.
Lediglich symptomatische Behandlung bei pränataler Infektion.
Sehr selten, Taubheit, Arthritis, Meningitis, Enzephalitis.
Isolierung bei hospitalisierten Patienten mit Röteln. Bei Schwangeren ist frühzeitige Diagnose essentiell (Option eines therapeutischen Abortus).
Wichtigste Maßnahme ist die Impfung in der Kindheit (aktive Immunisierung), passive Immunisierung von Schwangeren mit negativem oder unbekanntem Immunstatus nach Rötelnkontakt im 1. Trimenon.
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| J | Antiinfektiva zur systemischen Anwendung |
| J06 | Immunsera und Immunglobuline |
| | J06B | Immunglobuline |
| | J06BA | Immunglobuline, normal human |
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| | J06BB | Spezifische Immunglobuline |
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| J07 | Impfstoffe |
| | J07B | Virale Impfstoffe |
| | J07BJ | Röteln-Impfstoffe |
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