Synonyme
Zoster, Gürtelrose, Herpes Zoster
Lokale Manifestation der Haut einer Reaktivierung des Varizellen-Zoster-Virus (VZV).
Ätiologie
Primäre Infektion durch VZV:
Varicellen, nach unterschiedlich langer Latenz kann Reaktivierung erfolgen. VZV gehört zu DNA-Viren der
Herpesviren.
Inzidenz:
weltweit, 90 % aller Erwachsenen sind serologisch positiv.
Risikofaktoren:
höheres Alter, Immunsuppression, Systemerkrankungen (Hämoblastosen, Malignome).
durch Varicellen- oder Zosterkranke
Beginn mit Erythem und lokalisierten Schmerzen, danach Gruppierung von Bläschen, regionale Lymphadenopathie. Hautmanifestationen sind zumeist unilateral auf ein Dermatom beschränkt.
Prädilektionsstellen: Thorakalsegmente (48 %), Zervikalsegmente (18 %), N. trigeminus (15%) und Lumbosakralsegmente (8 %).
Zoster ophthalmicus: oft schwere Form mit starker Lidschwellung
Zoster oticus: Innenohrbefall möglich
Ramsay-Hunt-Syndrom: Schädigung d. N. facialis.
Meist typisches klinisches Bild, serologische und molekularbiologische Tests, kultureller Nachweis
- Andere virale Infektionen (Herpes simplex, Coxsackie)
- Erysipel
Aciclovir (10 mg/kg KG 3 x/d i.v. oder 5 x 800 mg/d p.o. über 7 bis 10 Tage),
Valaciclovir (1000 mg/3 x/d p.o.),
Famciclovir (500 mg/3 x/d p.o.) Schmerztherapie der postzosterischen Neuralgie, nicht-steroidale Antiphlogistika.
- Pneumonie
- Hepatitis
- ZNS (Angiitis)
- sekundäre bakterielle Infektionen
Bei jungen Patienten mit Zoster an HIV-Infektion denken!
VZ-Immunglobulin-Gabe bei immunsupprimierten Patienten, VZV-Impfung.
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