HEPATITIS C
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Prophylaxe Diagnostik Differentialdiagnose
Therapie Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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Definition
Diffuse Entzündung des Leberparenchyms durch Hepatitis-C-Viren (HCV)
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Erreger
Hepatitis C Virus (HCV) (RNA-Virus, Familie Flaviviridae)
– Sechs Genotypen bekannt
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Epidemiologie
– Weltweit sind ca. 200 Millionen Menschen chronisch mit dem HCV infiziert
– Antikörperprävalenz in der Allgemeinbevölkerung in Mitteleuropa 0,5 %, in Skandinavien 0,3 %, in Norditalien 2 %, in Süditalien bis 13 %; die höchste Durchseuchung mit HCV wird aus Ägypten berichtet (bis 24 %)
Meldepflicht!
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Übertragung
– Hepatitis C wird praktisch ausschließlich durch Blut übertragen
– Der weitaus häufigste Übertragungsweg ist der intravenöse Drogenabusus (durch Spritzen und Nadeln und auch durch Zubehör wie Kocher und Filter)
– Vereinzelt Fälle von nosokomialen HCV-Infektionen durch infektiöses medizinisches Peronal (Zahnärzte!)
– Sexuelle Übertragung bei Hepatits C eher selten
– Eine Übertragung durch Blutprodukte kann heute praktisch ausgeschlossen werden
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Inkubationszeit
– Bis zu 4 Monate, Ansteckungsfähigkeit bei > 90 % der anti-HCV-Positiven, die damit als chronisch infiziert gelten müssen
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Klinik
– Bei Säuglingen und Kleinkindern kaum akute Verläufe
– Chronifizierungsrate sehr hoch (50 - 80 %)
– Bei rund 20 % der chronisch Infizierten entwickelt sich als Spätkomplkation eine Leberzirrhose. Patienten mit HCV-induzierter Zirrhose haben ein hohes Risiko, ein Leberzellkarzinom zu entwickeln (jährliche Rate ein bis fünf Prozent)
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Prophylaxe
– Keine postexpositionelle Prophylaxe möglich; Impfstoff in Entwicklung
– Schutz bei Sexualkontakten mit Risikogruppen (i.v. Drogenabhängigen, Homosexuellen, Prostituierten etc.)
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Diagnostik
– Labordiagnostik: Anti-HCV-Bestimmung mit ELISA, Bestätigungstest Immunoblot; im positiven Fall direkter Virusnachweis durch HCV-RNA-Besimmung, Genotypisierung und Bestimmung der Viruslast
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Differentialdiagnose
– Andere Virushepatitiden
– Begleithepatitiden bei anderen Viruserkrankungen
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Therapie
– Symptomatisch, Bettruhe im Akutstadium, Alkoholkarenz, keine hepatotoxischen Medikamente
– Primäres Behandlungsziel bei chronischer Hepatitis C ist die dauerhafte Viruselimination (kann 6 Monate nach Therapieende kein Virus mehr nachgewiesen werden, spricht man von Dauerheilung)
– Therapiestandard ist die Kombination von pegyliertem Interferon mit Ribavirin
– Dosierung und Behandlungsdauer sind dabei vom Genotyp abhängig (Genotyp 2 und 3: 24-wöchige Kombinationstherapie, Genotyp 1, der bei uns am häufigsten vorkommt, und Genotyp 4: 48 Wochen)
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Komplikationen
– Spätkomplikationen: Leberzirrhose, Leberzellkarzinom
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Links
AKH-consilium/Hepatitis

AKH-consilium/Chronische Hepatitis
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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