– Bei Verdacht auf eitrige Meningitis sofortige Krankenhauseinweisung; Therapiebeginn möglichst erst nach Lumbalpunktion (Erregernachweis), jedoch kann bei schlechtem Zustand des Patienten (vor allem Schock, Hautblutungen) ein sofortiger Behandlungsbeginn in der Praxis lebensrettend sein.
Merke: Von der frühen Diagnose und der richtigen Wahl des bzw. der Antibiotika hängt das Schicksal des Kindes entscheidend ab.
Neugeborene und Säuglinge bis 8. Lebenswoche
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Ceftriaxon (evtl. am 1. Tag 2 Einzeldosen) Kurzinfusion
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Ampicillin in 4 Einzeldosen, als alleinige Behandlung der eitrigen Meningitis nicht erlaubt
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Tobramycin (Spiegelkontrolle)
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Chloramphenicol als Reserveantibiotikum
Ab 3. Lebensmonat: Beginn mit
Ceftriaxon
Fortsetzung: ergibt Kultur oder Antigen-Nachweis
– Haemophilus influenzae, Pneumokokken, Meningokokken oder E. coli: weiter mit
Cefotaxim
– Streptokokken der Gruppe B: Penicillin und Tobramycin
– Andere Erreger: je nach Keimart und Antibiogramm
– Pilze: Polyene, Azole
Therapiedauer: in der Regel 3–4 Tage über Entfieberung hinaus, vorausgesetzt, dass
• Zellen mononuklear und < 30 / mm³
• Eiweißgehalt > 50 mg%
• Blutwerte normalisiert
– Meningokokken: ca. 10 Tage
– Haemophilus influenzae: ca. 14 Tage
– Pneumokokken, Streptokokken der Gruppe B, E. coli und andere: je nach Verlauf oft 3–4 Wochen
– Behandlung über mehrere Wochen bei Meningitisrezidiv
Therapiekontrolle
– Lumbalpunktion 24 Stunden nach Therapiebeginn, Diagnostik wie oben; CRP im Serum
– Klinischer Befund: bei mangelnder Besserung Schädelsonographie, CCT, EEG (Hydrozephalus? Erguss? Abszess? Begleitenzephalitis?)