Akute, selbstlimitierende Erkrankung mit Lymphadenopathie, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Anorexie, von Katzen übertragen.
Inzidenz:
weltweite Verbreitung, häufigster Grund für chronisch-benigne Lymphadenopathie bei Kindern und jungen Erwachsenen, hohe Durchseuchungsrate der Katzen (in Österreich: 33 %).
Risikofaktoren:
Besitz von Jungtieren oder Tieren mit Flöhen, HIV-Infektion.
durch Kratzverletzungen, meistens von jungen Katzen
Initiales Symptom:
Papelbildung an der Inokulationsstelle, ca. 3 Wochen später tritt Lymphadenitis im Abflussgebiet auf. Fieber und Malaise in ca. 30 % der Fälle. Möglich sind auch Hepatosplenomegalie, Konjunktivitis, Pneumonie oder ZNS-Manifestationen. Okuloglanduläres Syndrom nach Parinaud (konjunktivales Granulom mit präaurikulärer Lymphadenopathie).
Bazilläre Angiomatose:
potenziell lebensbedrohliches Bild (vor allem bei AIDS-Patienten) mit nodulären Läsionen von Haut, Leber, Milz, Lymphnoten, Herz und Knochenmark.
Erfüllung folgender Kriterien (historisch):
Kontakt mit Katzen und das Vorhandensein einer Läsion, Lymphknotenschwellung, charakteristische Histologie der granulomatösen Entzündung mit zentraler Nekrose, positiver Hauttest (heute obsolet).
Serologische Tests und direkter kultureller Nachweis.
- Lymphadenopathien anderer Ursache, besonders durch Mykobakterien
Erkrankung ist zumeist selbstlimitierend.
Aminoglykoside, Makrolide,
Azithromycin (1 x 500 mg/d p.o., dann 1 x 250 mg/d für 4 Tage) und Fluoroquinolone können in schweren Fällen eingesetzt werden.
- Enzephalitis
- Endokarditis
B. henselae Bakteriämie kann lange asymptomatisch verlaufen.
Impfung von Katzen, Flohbekämpfung.
Nach Überstehen der Krankheit üblicherweise lebenslange Immunität.
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| | J01AA | |
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| | J01GB | Andere Aminoglykoside |
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