LAUSBEFALL
 
Erreger Epidemiologie Übertragung
Klinik Prophylaxe Diagnostik
Therapie Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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Saugende Filzläuse (Phtirus pubis)
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Kleiderlaus (Pediculus humani corporis),
Männchen und Weibchen
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Erreger
Läuse

– Kopflaus (Pediculus humani capitis , 2–3 mm groß) kommt nur beim Menschen vor;
– Kleiderlaus (Pediculus humani corporis , 3–4 mm groß);
– Filzlaus (Phthirius pubis, 1–2 mm groß).
Epidemiologie, Übertragung
Übertragung von Mensch zu Mensch durch verlauste Kopfbedeckungen, Decken, Kämme etc. Bevorzugt werden Personen mit schlechter körperlicher Hygiene

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Epidemiologie
– Weltweite Verbreitung
– Alle Läusearten können Erreger verschiedener Krankheiten übertragen

Kopflaus:
– In Mitteleuropa kommt es immer wieder zu epidemieartigem Auftreten in Schulen und Kindergärten
– Die Kopflaus legt länglich-ovale Eier ("Nissen"), die an den Haaren festkleben
– Sie durchläuft bei der Entwicklung drei Larvenstadien
– Der Lebenszyklus ist in 3 Wochen abgeschlossen
– Bevorzugte Temperaturen liegen um 28–30°

Kleiderlaus:
– In Mitteleuropa sehr selten
– Lokalisation vorwiegend an der Kleidung, wo Nissen an Kleiderfasern abgelegt werden.
– Die Läuse kommen nur zum Blutsaugen an den Wirt

Filzlaus:
– Die Filzlaus kommt in Mitteleuropa relativ häufig vor
– Erwachsene häufiger befallen als Kinder, Männer häufiger als Frauen
– Übertragung der Filzläuse fast ausschließlich durch engen Körperkontakt
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Übertragung
– direkt durch Körperkontakt
– indirekt durch kontaminierte Kleider, Gegenstände etc.
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Klinik
– Hautreaktionen auf Stiche
Symptome
– Durch Stich der Läuse (Blutsaugen) entsteht Juckreiz.
– Kratzeffekte am Kopf mit evtl. Sekundärinfektionen (Impetigo, Ekzeme, regionale Lymphknotenschwellungen hinter den Ohren mit Abszedierung)

– Übertragene Infektionen
– Alle Läusearten können Erreger verschiedener Krankheiten übertragen (siehe Komplikationen)
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Prophylaxe
– Entwesung (Entlausung) von Kleidungsstücken, Matratzen, Polstermöbeln etc.
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Diagnostik
– Sorgfältige Inspektion
– Läuse und Nissen sind mit bloßem Auge oder mit der Lupe sichtbar
– Nissen haften fest am Haar an (im Gegensatz zu Schuppen)
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Therapie
Kopflaus
– Insektizide Wirkstoffe (Pyrethrum, Permethrin, Malathion, g-Hexachlorcyclohexan (= Lindan); unterstützend Läusekamm

Kleiderlaus
– Insektizide Wirkstoffe (Pyrethrum, Permethrin, Malathion, g-Hexachlorcyclohexan (= Lindan)
– Entwesung (Entlausung) von Kleidungsstücken, Matratzen, Polstermöbeln etc.
– Wäsche bei 60 ° C waschen, Kleidung und Gegenstände in dicht mit Klebeband verschlossenen Plastikbeuteln 4 Wochen aufbewahren oder einen Tag bei -10 ° C bis - 15 ° C gefrieren.

Filzlaus
– Lindan
– Wichtig ist, die Kontaktperson zu ermitteln und nötigenfalls zu behandeln
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Komplikationen
– In unterentwickelten Ländern Läuse oft Überträger von Infektionskrankheiten u.a.:
Rickettsia prowazekii (Fleckfieber),
R. typhi (murines Fleckfieber),
Bartonella quintana (Wolhynisches Fieber),
Borrelia recurrentis (epidemisches Rückfallfieber)
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

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