LEISHMANIOSE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Achtung !
Prävention / Follow-up    
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Definition
Durch Leishmanien verursachte Infektionskrankheiten mit viszeralem, kutanem und mukösem Befall.
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Erreger
Ätiologie
Leishmania Spp. Protozoa mit dimorphem Lebenszyklus.
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Epidemiologie
Inzidenz:
Eine der häufigsten Parasiten-Erkrankungen mit weltweiter Verbreitung, epidemisch in Indien und Sudan, Bedeutung in Mitteleuropa als Reiseerkrankung(Mittelmeerländer).

Risikofaktoren:
Kinder, Immunsuppression, HIV-Infektion
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Übertragung
durch Stich der weiblichen Sandmücke
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Inkubationszeit
von 2 Wochen bis 2 Jahren
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Klinik
Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar):
L. dononvani. Schleichender Beginn mit Fieber, Hepatosplenomegalie, Anämie, Leuko- und Thrombopenie, Schleimhautblutungen. Leber, Milz, Knochenmark und Lymphknoten sind befallen.

Kutane Leishmaniose (Orientbeule):
L. tropica, L. major, L. donvani. Sehr variable granulomatöse und ulzeröse Hautläsionen. 2 bis 3 Wochen nach Insektenstich bildet sich eine Papel, zumeist Ulzeration und Spontanheilung, meist sind Kopf, Hals und Arme befallen. In ca. 10 % tritt lupusartiges Bild mit chronischem Verlauf auf.

Mukokutane Leishmaniose Südamerikas:
L. braziliensis. Ähnlich der kutanen Leishmaniose, jedoch Geschwürbildung mit Destruktionen und geringer Heilungstendenz.

Kutane Leishmaniose Südamerikas:
L. mexicana-Komplex. Ähnlich der kutanen Leishmaniose, jedoch auf Ohrmuscheln beschränkt, meist gutartig.
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Diagnostik
Erregernachweis aus Biospie von Haut, Knochenmark, Leber, Milz oder Lymphknoten. Serologischer Nachweis (unsicher), PCR.
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Differentialdiagnose
- Lupus
- mykobakterielle und fungale Hautinfektionen
- Syphilis
- Neoplasmen
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Therapie
Viszerale Leishmaniose:
liposomales Amphotericin B (2–4 kmg/kg/d für 10 d), Miltefosine (100 mg/d).

Kutane Leishmaniose:
Therapie der Orientbeule zumeist nicht erforderlich.
Amerikanische Formen: Antimonpräparate, Ketoconazol, Amphotericin B
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Komplikationen
NW der Antimonpräparate:
- Arthralgien
- Pankreatitis
- gastrointestinale Beschwerden
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Achtung !
Keine Kombinationstherapie mit Antimon und Amphotericin B!
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Prävention / Follow-up
Endemische Gebiete: Prävention von Sandmückenstichen (Insektizide, Moskitonetze), keine effektive Chemoprophylaxe vorhanden.
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J02Antimykotika zur systemischen Anwendung
 J02AAntimykotika zur systemischen Anwendung
 J02AAAntibiotika
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