Dentoalveoläre Infektionen
– gehen von der Zahnpulpa aus und entstehen meist durch Karies, seltener durch physikalische oder chemische Noxen
– Die Zerstörung des Zahnschmelzes und Dentins führt zur Pulpitis und Pulpanekrose
– Durch Fortschreiten der Entzündung kann sich ein periapikaler Abszess oder ein akuter Alveolarabszess entwickeln; außerdem können sich periapikale Granulome und Zysten bilden.
Periodontale Infektionen
– können zuerst die Gingiva, später auch das periodontale Gewebe betreffen (siehe auch
Gingivitis)
– Eine
Periodontitis erfordert rechtzeitige Antibiotika-Therapie, um Zahnverlust zu vermeiden, und entsprechende zahnärztliche Lokalbehandlung. Ein dabei evtl. vorkommender periodontaler Abszess muss drainiert werden.
– Bei
Pericoronitis (Entzündung des Zahnfleisches um die Zahnkrone eines Weißheitszahnes) ist neben der lokalen Behandlung bzw. einens zahnchirurgischen Eingriffs eine Antibiotikatherapie indiziert, insbesondere wenn in der Umgebung bereits eine stärkere Weichteilentzündung diagnostiziert wird