Entzündung des äußeren Gehörganges als
1) akute lokale Otitis externa,
2) akute diffuse Otitis externa (swimmer’s ear),
3) chronische Otitis externa und
4) maligne Otitis externa.
1) zumeist
S. aureus
2)
P. aeruginosa und andere gramnegative Bacilli,
Aspergillus
3)
S. aureus, Anaerobier,
4)
P. aeruginosa, S. epidermidis,
Aspergillus,
Actinomyces,
Fusobakterium
Inzidenz:
sehr häufig, oft undiagnostiziert.
Risikofaktoren:
warmes, feuchtes Klima, mechanisches Trauma, Schwimmen, Diabetes mellitus.
fortgeleitet, nach Mikrotraumen oder Manipulationen
1) Rötung, Schwellung, Pusteln am Gehörgang, Tragusschmerz
2) Otalgie, Pruritus, eitriger Ausfluss, gerötetes Trommelfell, Tragusschmerz
3) häufig Juckreiz, seltener Schmerzen
4) starker Schmerz und Druckempfindlichkeit, Eiterentleerungen, Formierung von Granulationsgewebe, Faziale Parese (Hirnnerven VI, IX, X, XI und XII), selten Fieber
Otoskopie, Erregernachweis aus Sekret oder (besser) Biopsiematerial.
Bildgebende Verfahren (CT/MR/Scan) bei Otitis externa maligna.
1) und 2) lokale
Antibiotikatherapie (
Polymyxin/
Neomycin,
Neomycin/
Tobramycin/Prednisolon)
3) Behandlung der Otitis media
4) Systemische Antibiotikagabe:
Ceftazidim + Aminoglykosid,
Ciprofloxacin,
Levofloxacin,
Imipenem oder
Meropenem,
Piperacillin + Aminoglykosid.
Bei maligner Form:
- Ausbreitung der Infektion mit Osteomyelitis, Meningitis,
Enzephalitis
Chirurgische Intervention bei Otitis externa maligna frühzeitig anstreben!
Diabetes-Patienten haben hohes Risiko für Otitis, Otoskopie als Follow-up.
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