Synonyme
Erysipeloid, Rotlauf, Schweinerotlauf
Infektion im Anschluss an kleine Verletzungen v. a. an Händen und Unterarmen, bei Kontakt mit Fleisch, Fisch oder Geflügel.
Ätiologie
Erreger ist
Erysipelothrix rhusiopathiae, ein grampositives aerobes Stäbchen.
Inzidenz:
weltweit verbreitet, jedoch seltene Infektion.
Risikofaktoren:
Kontakt mit Fleisch, Geflügel, Fisch, Krustentieren oder Erde.
Übertragung erfolgt in der Regel durch Hautverletzungen bei Kontakt mit Tieren oder deren Fleisch, gefährdet sind Schlachthofarbeiter, Bauern oder Fischer.
Bevorzugt an Händen und Unterarmen (Erysipel: Beine, Gesicht), Entwicklung einer ödematösen, bläulich-roten, stark schmerzenden Läsion an der Eintrittsstelle. Gelegentlich Fieber, Begleitlymphangitis bzw. -adenitis. Bei Beschränkung auf die Haut selbstlimitierend, nur in seltenen Fällen Generalisation mit Sepsis bzw. Endokarditis.
Kultur des Erregers aus Biopsiematerial oder Blut, Nachweis auf oberflächlichen Hautabstrichen nicht zielführend.
Penicillin G (3 x 1 Mio. IE/d p.o. über 10 Tage),
bei systemischen Infektionen:
Penicillin V (3 x 10 Mio. IE über 14 Tage).
Cephalosporine der 3. Generation, Fluorchinolone,
Clindamycin.
– Vasculitis bei Dissemination
Erreger ist gegenüber Vancomycin resistent.
Handschuhe beim Umgang mit Fleisch in Betrieben.
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| J | Antiinfektiva zur systemischen Anwendung |
| J01 | Antibiotika zur systemischen Anwendung |
| | J01A | Tetracycline |
| | J01AA | |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01C | Betalactam-Antibiotika, Penicilline |
| | J01CE | Beta-Lactamase-sensitive Penicilline |
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