SALMONELLOSEN
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Klinik Diagnostik
Differentialdiagnose Therapie Komplikationen
Links Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Achtung !
Prävention / Follow-up    
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Definition
Durch Salmonellen ausgelöste Infektionskrankheiten
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Erreger
– Bakterien vom Genus mit über 2.000 Serotypen
– fakultativ anaerobe, sporenlose Stäbchen der Familie Enterobacteriaceae


Ätiologie
– Bakterien vom Genus Salmonella mit über 2.000 Serotypen
– fakultativ anaerobe, sporenlose Stäbchen der Familie Enterobacteriaceae
– wichtigste Spezies: S. enteritidis, S. typhimurium
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Epidemiologie
– Weltweit sporadisch und epidemisch auftretende Zoonose (weltweit steigende Erkrankungszahlen)
– epidemiologisch bedeutsamstes Erregerreservoir: Schlachtgeflügel, Schwein, Rind
– enzootische Verbreitung über kontaminierte Futtermittel

Inzidenz:
100–300/100.000/Jahr
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Übertragung
– Lebensmittelinfektion
– Ingestion der Erreger durch infiziertes Fleisch (meist Geflügel), Eier, v. a. nach unzureichender küchentechnischer Zubereitung
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Klinik
Typhöse Salmonellosen:
– Erreger werden per os aufgenommen (Übertragung direkt durch Schmierinfektion, indirekt durch Lebensmittel und Trinkwasser), gelangen in den Intestinaltrakt und breiten sich lymphogen und dann hämatogen aus
– Infektionsquellen sind ausschließlich menschliche Ausscheider

Enteritische Salmonellosen:
– Übertragung indirekt; Erreger werden mit Nahrungsmitteln aufgenommen. Infektionsquellen zumeist Nutztiere (z. B. Hühnerfleisch)
– Die durch Salmonellen verursachten Infektionen (Salmonellosen) stellen nach wie vor die Lebensmittelinfektion Nr. 1 in Österreich dar.

Krankheitsbilder:
– Akut einsetzende Brechdurchfälle mit zahlreichen wässrigen, meist unblutigen Stühlen
– Fieber 39–40°C
– zahlreiche leichte, asymptomatisch verlaufende Erkrankungen
– Dauerausscheiderrate nach Infektionen: ca. 0,5 %
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Diagnostik
– Erregernachweis Bakterienkultur aus Stuhl oder Rektalabstrich
– bei extraintestinalen Manifestationen: Blutkultur, Eiter
– Serodiagnostik durch Nachweis einer Serokonversion der agglutinierenden Antikörper und/oder mittels ELISA
– mit ELISA Nachweis spezifischer Serum-IgA ab 4./5. Tag nach Erkrankungsbeginn
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Differentialdiagnose
– E. coli-Enteritiden (ETEC, EIEC)
– Yersiniose
– Shigellosen
– Campylobacter-Infektionen
– Amöbenruhr
– Virus-Infektionen (Rotaviren, Adenoviren, Norwalk-Virus)
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Therapie
– Antibiotikatherapie nur bei schweren Verläufen mit Fieber und blutigen Stühlen sowie bei Immundefizienz, Kleinkindern und älteren Patienten angezeigt (Gefahr der Verlängerung der Erregerausscheidung)
Ciprofloxacin, Levofloxacin
Cephalosporine der 3. Generation (weltweite Zunahme von Stämmen mit Breitspektrum-ß-Laktamasen beachten!)
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Komplikationen
– Komplikationen durch Endotoxinresorption bei vorgeschädigten oder älteren Patienten mit tödlichem Ausgang bereits am ersten Krankheitstag
– besonders bei solchen Patienten Bakteriämie und extraintestinale Manifestationen, z. B. Pyelonephritis, Osteomyelitis, reaktive Arthritis (ca. 3 % der Fälle)
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Achtung !
Meldepflicht!
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Prävention / Follow-up
Keine spezielle Prophylaxe möglich
– Küchenhygiene, möglichst keine rohen Eier genießen
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Links
AKH-Consilium / Diarrhoe, akute
AKH-Consilium / Diarrhoe im Säuglings- und Kleinkindalter
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
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