Durch Streptokokken-Toxin hervorgerufene Erkrankung mit Exanthem, Tonsillitis, Himbeerzunge und schwerem Verlauf.
Ätiologie
Pyrogenes Exotoxin oder erythrogenes Toxin A, B und C der
Streptokokken der Gruppe A. Initiale Infektion ist zumeist eine Pharyngitis.
Inzidenz:
Häufig bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren, bei Erwachsenen nur selten.
Tröpfchen- oder Kontaktinfektion
Beginn mit Pharyngitis/Tonsillitis mit Exsudat und Petechien am weichen Gaumen. Fieber bis 40°C, Erbrechen, weißlich belegte Zunge. Exanthem beginnt an Hals und Brust, Hände und Füße bleiben frei. Gelegentlich Sandpapier-Textur an Läsionen und Himbeerzunge, regionale Lymphknotenschwellung. Exanthem dauert 6 bis 9 Tage mit nachfolgender Schuppung (Beginn an Gesicht und Rumpf).
Atypische Formen:
Puerpuralscharlach (im Wochenbett), traumatischer Scharlach, Scharlachtyphoid.
Nachweis von hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A im Rachenabstrich, Serologie. Leukozytose, Eosinophilie, Lymphopenie, weißer Dermographismus.
- Masern
- Röteln
- toxische Exantheme
Penicillin V (100.000 I.E./kg/d über 10 bis 14 Tage) oder orale Cephalosporine. Bettruhe, Antipyretika bei septischen Temperaturen.
bei Penicillin-Allergie: Makrolide
Akutes rheumatisches Fieber als Spätkomplikation
Hochtoxische Form: Meningitis- oder Sepsis-ähnlich, frühe Behandlung!
Rezidivprophlaxe nach rheumatischen Komplikationen mit Penicillin V. Nach Exposition kann bei Geschwistern und Spielgefährten eine orale Penicillinbehandlung (in therapeut. Dosierung) die Erkrankung unterdrücken.
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| J | Antiinfektiva zur systemischen Anwendung |
| J01 | Antibiotika zur systemischen Anwendung |
| | J01C | Betalactam-Antibiotika, Penicilline |
| | J01CE | Beta-Lactamase-sensitive Penicilline |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01F | Makrolide und Lincosamide |
| | J01FA | Makrolide |
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