SEVERE ACUTE RESPIRATORY SYNDROME (SARS)
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Prophylaxe Diagnostik Differentialdiagnose
Therapie Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
goto top of page
 
Viruspneumonie links parakardial;
milchglasartige Trübung
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
goto top of page
Definition
Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) bezeichnet eine neuartige atypische Lungenentzündung.
Information des Bundesministeriums für soziale Sicherheit unf Generationen
goto top of page
Erreger
Coronavirus; neue, bisher unbekannte humanpathogene Art
goto top of page
Epidemiologie
– Lungeninfektion, November 2002 in China erstmalig aufgetreten und bisher in mehrere Länder verbreitet.
– Laut "South China Morning Post" ist ein Geschäftsmann, der in Hongkong als einer der ersten Patienten an der Krankheit gestorben ist, zuvor durch Guangdong und Schanghai gereist, bevor er in Hanoi krank geworden ist.
– Weltweit gibt es Mitte April 2003 mehr als 3.000 Erkrankungen, von denen über 160 tödlich endeten.
– Die Mortalität ist bei Patienten mit anderen Grundkrankheiten bzw. Immunschwäche relativ hoch.
goto top of page
Übertragung
– Die Übertragung der Erreger dürfte durch engen Kontakt mit infizierten Personen (per Tröpfcheninfektion) passieren
goto top of page
Inkubationszeit
– 2 - 7 Tage
goto top of page
Klinik
– Prodromalstadium mit plötzlichem Auftreten von hohem Fieber, Myalgie, Schüttelfrost und trockenem Husten.
– Der Verlauf der Erkrankung ist mild bis fatal.
– Lungen-Röntgen zeigt in vielen Fällen interstitielle Infiltrationen, welche ein charakteristisches wolkiges Bild verursachen.
– Ein Teil der SARS-Patienten (10 - 20 %) benötigt mechanische Beatmung.
– Die bei Patienten in dieser Gruppe relativ hohe Mortalität scheint mit anderen bestehenden Grundkrankheiten (co-morbid factors) in Verbindung zu stehen.
goto top of page
Prophylaxe
– Expositionsprphylaxe (Vermeiden von Reisen in Epidemiegebiete)
– Impfung muss erst entwickelt werden
goto top of page
Diagnostik
– Identifizierung des Erregers
– Echte Virus-Pneumonien (ohne Beteiligung von Bakterien) treten relativ selten bei Atemwegsinfektionen durch Influenza-, Parainfluenza-, Adeno- und RS-Viren, auch bei Varizellen auf.
Hinweis: nur geringe BSG–Erhöhung, Granulozytopenie und Lymphozytose. Titeranstieg der KBR
goto top of page
Differentialdiagnose
Durch Viren verursachte Lungenerkrankungen

– Adenoviren
– Influenzaviren (A, B, C)
– Parainfluenzaviren (Typ 1 - 4)
– Respiratory Syncytial-Virus (RSV)
– Masernvirus
– Picorna-Viren (Polio, Coxsackie)
Andere
goto top of page
Therapie
– Behandlung wie atypische Viruspneumonie
– Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die effektivste antiinfektive Therapie nicht bekannt.
– Antibiotikatherapie bei bakteriellen Sekundärinfektionen
goto top of page
Komplikationen
– bei Patienten mit anderen Grundkrankheiten bzw. Immunschwäche zu erwarten
goto top of page
Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8