Sinusitis ist eine Inflammation der paranasalen Sinus. Man unterscheidet nach Dauer der Infektion eine akute (< 2 Wochen), subakute (> 2 Wochen bis < 3 Monate) und eine chronische Sinusitis (> 3 Monate). Anatomisch unterscheidet man eine S. maxillaris, ethmoidalis, frontalis, sphenoidalis.
Ätiologie
Die meisten Sinusitiden sind bakterielle Komplikationen von Virusinfektionen des oberen Respirationstraktes.
5 – 10 % der S. maxillaris haben dentale Ursachen.
Akute Sinusitis:
Streptococcus pneumoniae,
Haemophilus influenzae,
Moraxella catharralis,
Staphylokokken, A-
Streptokokken
Inzidenz:
0,5 % der akuten Infektionen des oberen Respirationstraktes führen zu einer Sinusitis. Der häufigste Typ ist die S. maxillaris, und die Infektion tritt häufiger bei Erwachsenen auf.
Risikofaktoren:
Anatomische Fehlbildungen, nasale allergische Reaktionen, dentale Infektionen, Barotrauma nach Tauchen oder Flugreise, granulomatöse Erkrankungen, Immundefizienz, nasotracheal Intubation, nasogastrale Sonden.
Persistenz der Symptome der Infektion des oberen Respirationstraktes > 7 – 10 Tage, purulenter nasaler Ausfluss, Husten, Druckgefühl in den Sinus, Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich der befallenen Sinus, Geruchssinnbeeinträchtigung, nasale Sprache
Typische Klinik, nasaler Ausfluss (meist einseitig), CT od. MRT der NNH, Punktion des Sinus
Zur Verkürzung der Krankheit und zur Verhinderung gefährlicher Komplikationen ist eine hochdosierte antimikrobielle Therapie indiziert. Die parenterale Anwendung ist bei akuter eitriger S. frontalis, ethmoidalis und sphenoidalis notwendig.
MdW:
Cephalosporine 2 oder 3. Generation bzw.
Levofloxacin und
Moxifloxacin. Bei leichteren Infektionen können orale Cephalosporine, Aminopenicillin +/– BLI,
Makrolide (
Roxithromycin,
Clarithromycin,
Azithromycin,
Josamycin) bzw.
Ketolide verwendet werden. Bei dentogener Sinusitis beseitigt man den Ausgangsherd und verabreicht
Pen G.
Eventuell ist eine Sinusaspiration notwendig.
- Orbitalphlegmone
- frontales subperiostales Abszess (Pott’s Puffy Tumor)
- intracranielle Komplikationen wie epidurales Abszess, subdurales Empyem, Meningitis, Sinus-venosus-Thrombose
Wichtig ist die Gabe von abschwellenden Nasentropfen.
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| J | Antiinfektiva zur systemischen Anwendung |
| J01 | Antibiotika zur systemischen Anwendung |
| | J01A | Tetracycline |
| | J01AA | |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01C | Betalactam-Antibiotika, Penicilline |
| | J01CA | Penicilline mit erweitertem Wirkungsspektrum |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01CF | Beta-Lactamase-resistente Penicilline |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01CR | Kombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-Inhibitoren |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01D | Andere Betalactam-Antibiotika |
| | J01DA | Cefalosporine und verwandte Substanzen |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01F | Makrolide und Lincosamide |
| | J01FA | Makrolide |
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Klacid uno Filmtabletten 7 Stk (Abbott), Clarithromycin, Dos.:siehe Fachinformation |
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Klacid 125 mg oder 250 mg/5 ml Granulat für orale Suspension (Abbott), Clarithromycin, Dos.:siehe Fachinformation |
| | J01FF | Lincosamide |
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Keine aktuellen Präparate-Nennungen ! |
| | J01M | Chinolone |
| | J01MA | Fluorchinolone |
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Avelox Filmtabletten 400mg (Bayer), Moxifloxacin, Dos.: siehe Fachinformation |
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Avelox Infusionslösung 400mg (Bayer), Moxifloxacin, Dos.: siehe Fachinformation |

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