Strongyloidiasis(Strongyloidose) ist eine durch den Befall des Darmes mit
Nematoden der Gattung Strongyloides verursachte Erkrankung.
– Zwergfadenwürmer
Strongyloides stercoralis und Strongyloides fuelleborni
– Vorkommen in feuchtwarmen Gebieten (Afrika), selten in Zonen mit gemäßigtem Klima (z.B. Süd- und Osteuropa)
– In Europa bei Grubenarbeitern
– Reservoir für S. stercoralis ist vorwiegend der Mensch, S. fuelleborni ist hauptsächlich ein Parasit von Affen in Afrika, parasitiert aber auch im Menschen.
– Weltweit sind etwa 50-100 Millionen Personen infiziert (WHO, 1995)
– Larven dringen perkutan in den Wirt ein; auf dem Blutweg gelangen sie in die Lunge und über Alveolen, Bronchien, Trachea und Pharynx in den Darm
– Präpatenzzeit (S. stercoralis) mindestens 17 Tage
– Juckende papulo-pustulöse Dermatitis (sog. Bodenkrätze) infolge sekundärer bakterieller Verunreinigung der von den Larven durchbohrten Hautstellen (bei Larven tierpathogener Arten Bild der "Larva migrans externa")
– Hämorrhagien und entzündliche Reaktionen in der Lunge (Pneumonien) durch Wanderlarven
– Während der intestinalen Phase bei starkem Befall katarrhalische, ödematöse oder ulzerative Enteritiden und auch Kolitiden
– Systemische Infektion (insbesondere bei abwehrgeschwächten Patienten)
– Bei massivem Befall Abmagerung, Anämie, Ileus
– Maßnahmen zur Prophylaxe ähnlich wie bei Hakenwurmerkrankungen:
– Planmäßige medikamentöse Behandlung der Bevölkerung in Endemiegebieten
– Eindämmung der Verbreitung von Eiern und Larven durch sachgerechte Beseitigung der Fäkalien und Abwässer
– Einschränkung der perkutanen Infektion durch Tragen von festen Schuhen
– Merke: Bei Tropenrückkehrern sind vor Einleitung immunsuppressiver Maßnahmen (z.B. bei Transplantationen) gründliche Untersuchungen auf Strongyloides-Befall wichtig!
– Nachweis der Wurmlarven in Stuhl, Duodenalsaft oder Sputum
– Serologische Tests
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