Krankheitsbilder
– Stich: lokale Entzündung, Vereiterung oder – falls bei unsachgemäßer Entfernung Parasitenteile in der Haut verbleiben – Fremdkörpergranulom möglich.
– Folgenschwerer: durch Zecken übertragene Allgemeininfektionen
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
– Virusinfektion
– Führt bei ca. 10 % der Patienten zu schwerem Krankheitsverlauf mit z. T. bleibenden Lähmungen, in etwa 1–2 % zum Tode
– Auftreten: nur in bekannten, geographisch stabilen Endemiegebieten, besonders in Süddeutschland, Österreich und den osteuropäischen Ländern
– Immunisierung: Personen, die in diesen Regionen leben oder ihren Urlaub verbringen, können präexpositionell durch aktive Immunisierung, postexpositionell bis zu 4 Tage nach erfolgtem Stich durch passive Immunisierung geschützt werden.
Lyme-Borreliose
– durch Spirochäten (Borrelien) hervorgerufene Infektionskrankheit
– Ungleich häufiger als die FSME
– Auftreten: in Deutschland ubiquitär (keine abgrenzbaren Endemiegebiete!)
– Übertragung auch durch Stich fliegender Insekten möglich.
Zeckenbissfieber Rickettsiose
– durch Rickettsien verursachte Infektion: verschiedene Formen
– Auftreten in Mittelmeerländern und im außereuropäischen Ausland, nicht jedoch in Mitteleuropa
Symptome:
– typhös, z. T. lebensbedrohlich: hohes Fieber, quälende Kopfschmerzen, meist ulzerierende Primärläsion (tâche noire) an der Stelle des Zeckenstichs mit regionärer Lymphadenitis sowie makulopapulöses, petechiales Exanthem.