MüCKEN UND FLIEGEN
Index
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Aedes aegypti
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Glossina morsitans (Tse-tse-Fliege)
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
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Synonyme
Fliegen
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Mücken (Familien)
– Psychodidae (Schmetterlingsmücken); z.B. Phlebotominae (Sandmücken), Überträger von Pappatacifieber-Virus, Leishmania und bestimmen Spezies von Bartonella
– Ceratopogonidae (Gnitzen); z.B. Culicoides (Bartmücken), Zwischenwirt von Filarien (z.B. Mansonella)
– Simuliidae (Kriebelmücken); Primärreaktionen bei Menschen und Tieren (z.B. Rindern), Zwischenwirt von Onchocerca volvulus
– Culicidae (Stechmücken); weltweit verbreitet, vorwiegend nachtaktiv; Unterfamilie Anophelinae (Gabelmücken), z.B. Anopheles, Endwirt von Plasmodien (Malariaerreger), Überträger von Filarien (Wuchereria bancrofti, Brugia malayi) und Viren (z.B. O'nyong-nyong-Virus); Unterfamilie Culicinae als wichtigste Überträger von Arboviren mit den Gattungen Culex (Hausmücke), Aedes (Wald- und Wiesenmücken), Mansonia (Zwischenwirt von Brugia), Haemagogus und Aedes aegypti (Überträger des Gelbfieber-Virus), am Tag stechend.
Nur weibliche Mücken sind blutsaugende Parasiten.
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Fliegen (Familien)
Blutsaugende Parasiten:
– Tabanidae (Bremsen); Entwicklung der Larven in feuchtem Boden oder Schlamm, sowohl weibliche, als auch männliche Insekten saugen tagsüber Blut; z.B. Chrysops, Überträger der Loaose (Filariose)
– Muscidae (Fliegen im engeren Sinn); Entwicklung der Larven im Stallmist
– Glossinidae (Tse-tse-Fliegen, Zungenfliegen); lebendgebärende Fliegen, die jeweils eine Larve intrauterin mit Milchsekret ernähren, Überträger der durch Trypanosomen verursachten Schlafkrankheit.
Keimverschlepper:
– Musca domestica (Stubenfliege), Fannia scalaris (Latrinenfliege); Entwicklung der Larven in Kot und Fäkalien; Imagines leben von Lebensmitteln, Eiter , Wundsekret, Sputum etc. wodurch Kranheitserreger (Viren, Bakterien, Wurmeier, Protozoenzysten u.a.) mechanisch verschleppt werden können.
Myiasis-Erreger:
– Calliphoridae (Aasfliegen, Schmeißfliegen, Fleischfliegen); Entwicklung der Larven (Maden) in Aas oder Wunden; Myiasis-Erreger s.d.
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Mikrobiologische Charakteristika
– Mücken: (engl.) mosquitoes; (zool.) Nematocera; schlanke, zweiflügelige Insekten mit schmalen Flügeln und langen 6-15 gliedrigen Fühlern.
– Fliegen: (engl.) flies; (zool.) Brachycera (sog. Kurzfühler); Insekten mit meist dreigliedrigen Fühlern und gedrungenem Körperbau.
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Entwicklung
– Mücken: Ei (meist auf der Oberfläche von Gewässern) - Larve im Wasser (drei Häutungen) - Puppe - Imago; Dauer ca. 3-4 Wochen
– Fliegen: Ei - Larve (Made) - Tönnchenpuppe - Imago; Dauer ca. 3-4 Wochen
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Epidemiologie
– Viele Arten von Mücken sind wichtige Vektoren von Krankheitserregern, z.B. Anopheles-Mücken von Erregern der Malaria oder Phlebotomen (Schmetterlingsmücken) von Erregern der Leishmaniose. Außerdem übertragen Stechmücken auch zahlreiche andere Erreger, z.B. Virus-Arten, und dies nicht nur in den Tropen, sondern auch in Mitteleuropa.

– Ähnliches gilt auch für zahlreiche Arten von Fliegen, z.B. für Glossinen, die Vektoren der Erreger der Schlafkrankheit. Fliegen sind auch in der Lage, verschiedenartige Erreger (Bakterien, Parasiten) mechanisch zu verschleppen.
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Infektionen
– Stiche von Mücken und Fliegen können mehr oder weniger ausgeprägte Primärreaktionen in der Haut verursachen (z.B. Freilandmücken der Gattung Aedes oder Kriebelmücken der Familie Simuliidae) oder auch allergische Hautreaktionen hervorrufen.
– Larven (Maden) verschiedener Fliegenarten können sich in der Haut, in Hautläsionen und in Körperöffnungen ansiedeln und Gewebeschäden verursachen. Solche Erkrankungen werden als Myiasis bezeichnet.
– Steril aufgezogene Maden gewisser Fliegenarten (Lucilia Spp.) werden gelegentlich zur Behandlung schwer heilender und nekrotisierender Hautläsionen an Patienten eingesetzt; die Maden bewirken oft eine schnelle Wundreinigung.
– Übertragene Infektionen siehe bei den einzelnen Kapiteln
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Diagnose
– siehe bei den einzelnen Infektionen
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Therapie
– siehe bei den einzelnen Infektionen
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Alternativen
– Prävention: Insektenschutzmaßnahmen, Insektenbekämpfung, Repellents, Kleidung, Allgemeine Hygienemaßnahmen
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