CRYPTOSPORIDIUM SPP.
Cryptosporidium, Protozoon vom Stamm Apicomlexa, Klasse der Sporozoa, Ordnung der Eucoccidiida
– C. baileyi
– C. felis
– C. meleagridis
– C. parvum (mindestens 7 Genotypen)
Andere (insgesamt 8 Arten bekannt)
– Protozoen (Sporozoen), 4-6 µm groß
– C. parvum ist unter den Cryptosporidien der wichtigste menschenpathogene Erreger
– Infektionsquellen für den Menschen sind Cryptosporidien ausscheidende Personen und Tiere (Kälber)
– Übertragung der Oozysten fäko-oral, über kontaminierte Lebensmittel oder Trinkwasser (die Oozysten von C. parvum sind in kühlem Wasser monatelang lebensfähig und gegen übliche Chlorkonzentrationen resistent)
– 1993 in Milwaukee Epidemie, von der 430.000 Menschen betroffen waren, durch kontaminiertes Wasser; Abwasser enthielt bis zu 13.000 Oozysten, Oberflächenwasser bis zu 112 Oozysten pro Liter, die infektiöse Dosis für einen Menschen beträgt nur 30-100 Oozysten
– Cryptosporidiose, selbstlimitierende Erkrankung mit Durchfall und verschiedenen Allgemeinsymptomen
– Schwere Verlaufsformen bei immundefizienten Patienten (HIV); bei AIDS-Patienten Cryptosporidien nicht nur im Darm sondern auch in anderen Organen zu finden
– Nachweis von Oozysten im Stuhl
– Ggf. Dünndarmbiopsie
– Immunfluoreszenz-Untersuchung
– Keine sicheren Daten über wirksame Antiinfektiva, Therapie symptomatisch
Hygiene im Umgang mit Erreger-Ausscheidern (Menschen, Tiere), Verbesserung der kommunalen Trinkwasseraufbereitung, Abkochen von Trinkwasser
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