ECHINOCOCCUS SPP.
Index
goto top of page
Adulter Echinococcus granulosus
Echinococcus cysticus (granulosus), Scolices
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
goto top of page
Gattung (Genus)
Echinococcus
goto top of page
Arten (Spezies)
– E. granulosus (Hundebandwurm)
– E. multilocularis (Fuchsbandwurm)
– E. vogeli
– E. oligarthrus
goto top of page
Mikrobiolog. Charakteristika
– E. granulosus ist ein 4-7 mm langer Bandwurm (Cestoda) mit häkchenbewehrtem Skolex, typischerweise 3 (2-6) Proglottiden. Der mit seitlichen Aussackungen versehene Uterus enthält bis zu 1.500 Eier.
– E. multilocularis ist 2-4 mm lang, hat typischerweise 5 (2-6) Proglottiden un hat einen sackförmigen Uterus, der bis zu 200 Eier enthält.
goto top of page
Inkubationszeit
– Monate bis einige Jahre
goto top of page
Epidemiologie
E. granulosus
– Weltweite Verbreitung. In Nord- und Mitteleuropa ist der Parasit selten geworden.
– Echinococcus-Arten sind kleine Bandwürmer, die im Dünndarm von Hunden (Schakal, Dingo u.a.) parasitieren und Eier produzieren, die an die Außenwelt gelangen.
– Nach peroraler Aufnahme solcher Eier entwickeln sich in den natürlichen Zwischenwirten (Wiederkäuer, Schein, Pferd, Kamel) und gelegentlich auch im Menschen sowie anderen Fehlwirten pathogene Larvalstadien (Finnen, Metazestoden).
E. multilocularis
– In der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet (auch in Österreich, Deutschland und Schweiz)
– Endwirte hauptsächlich Füchse (Prävalenzen bis über 50 %)
– Fehlwirte sind der Mensch sowie verschiedene Tierarten (Wild- und Hausschwein, Affenarten und sogar Hunde)
– Übertragung der Eier auf den Menschen durch Kontamination der Hände nach Berührung der Endwirte (Fuchs, Hund, Katze) an denen solche eier haften, oder durch Aufnahme kontaminiuerter Nahrungsmittel (z.B. Wildbeeren) oder kontaminiertes Wasser.
goto top of page
Infektionen
– Zystische Echinokokkose (durch E. granulosus verursacht);
– Alveoläre Echinokokkose (durch E. multilocularis verursacht);
goto top of page
Diagnose
– Feststellung der Zysten mittels bildgebender Verfahren (Ultrasonographie, CT, Thorax-Röntgen)
– Serologischer Antikörpernachweis
goto top of page
Therapie
Zystische Echinococcose:
– Heilung durch chirurgische Entfernung der Echinococcenzysten bzw. Aspirationsbehandlung der Zysten. Bei inoperablen Patienten bzw. als Begleitmedikation Albendazol oder Mebendazol.
Alveoläre Echinococcose:
– Heilung wegen infiltrativen Wachstums der Finne von E. multilocularis schwierig, da Radikaloperation nur selten möglich.
– Langzeit-Chemotherapie mit Mebendazol oder Albendazol.
goto top of page
Prävention
E. granulosus:
– Massenbehandlung der Hunde gegen E. granulosus.
– Verfütterung der Innereien von Haus- und Wildtieren an Hunde vermeiden.
– Besondere Hygiene beim Umgang mit Hunden
E. multilocularis:
– Besondere Vorsichtsmaßnahmen in Endemiegebieten
– Waschen oder besser Kochen von niedrig wachsenden Kultur- und Wildpflanzen und von Fallobst vor dem Verzehr.
– Händewaschen nach Erdarbeiten
– Bei gefährdeten Personen Untersuchung auf Antikörper gegen E. multilocularis zur Früherkennung der Infektion.
goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8